Verband empfiehlt, Grossveranstaltungen bis Mitte Juli um ein Jahr zu verschieben

Der Branchenverband der Schweizer Konzert-, Show- und Festivalveranstalter SMPA legt seinen Mitgliedern nahe, Veranstaltungen, die bis Mitte Juli stattfinden, in Eigenregie um ein Jahr zu verschieben.

Merken
Drucken
Teilen
Der Verband der Konzert- und Festivalveranstalter empfiehlt seinen Mitgliedern, Veranstaltungen bis Mitte Juli zu verschieben. (Symbolbild)

Der Verband der Konzert- und Festivalveranstalter empfiehlt seinen Mitgliedern, Veranstaltungen bis Mitte Juli zu verschieben. (Symbolbild)

Urs Bucher

(agl) Der Verband SMPA nehme nun das Heft selbst in die Hand, heisst es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Der Bundesrat werde wohl erst nach seiner Sitzung am 29. April über Grossveranstaltungen informieren. Dies sei aber für etliche Kultur- Sport und Freizeitveranstaltungen zu spät.

Deshalb empfehle der Verband, die Veranstaltungen bis Mitte Juli – «nach einer sorgfältigen, individuellen Risikoabwägung» – um ein Jahr zu verschieben. «Die wirtschaftlichen Risiken, die drohenden oder bereits bestehenden Absagen von internationalen Künstlern und der stetig zunehmende öffentliche Druck überwiegen die immer noch bestehende rechtliche Unsicherheit.» Denn nur bei einem behördlichen Verbot würden bereits abgeschlossene Verträge aufgrund höherer Gewalt nichtig. Veranstaltungen, die nach Mitte Juli stattfinden, würden vorerst weiter geplant und nicht vorzeitig abgesagt.

Die Verbandsmitglieder seien sich einig, dass die bis am 20. Mai befristete COVID-Verordnung Kultur verlängert werden müsse. Ebenso lege der Verband dem Bundesrat Ideen für eine Exit-Strategie bei Grossveranstaltungen vor und er schlägt vor, den Zustand höherer Gewalt bis 90 Tage über das Ende der behördlich angeordneten Massnahmen auszudehnen. Dem Branchenverband SMPA gehören 44 Veranstalter an, die letztes Jahr gemäss Eigenangaben rund 1'900 Veranstaltungen für 5.5 Mio. Besucherinnen und Besucher durchgeführt haben.