Kochbuch
«La Dolce Vita»: Globi reist mit dem Sternekoch durch Italien

Globi begibt sich im neusten Kochbuch auf eine kulinarische Reise durch Italien. Sein Begleiter ist der Sternekoch Gualtiero Marchesi, der einst die Hotelfachschule in der Schweiz besuchte.

Dario Pollice
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Mit dem Cinquecento fahren Globi und der Sternekoch Gualtiero Marchesi durch Italien.

Mit dem Cinquecento fahren Globi und der Sternekoch Gualtiero Marchesi durch Italien.

Orell Füssli

Globi hat schon viele verrückte Abenteuer erlebt und die ganze Welt bereist. In Italien war er selbstredend auch schon («Globis Abenteuer in Rom», 2019). Allerdings scheint es so, als ob Globi damals abgesehen von der Verfolgung eines Diebes und einem Abstecher bei den Schweizer Gardisten wenig Zeit dafür blieb, das zu tun, was die Italiener perfektioniert haben: «La Dolce Vita» geniessen.

Globi verspürt wohl Nachholbedarf, weshalb er sich in seinem neusten Buch «Italienisch Kochen mit Globi» ganz der Kulinarik des Belpaese widmet. Nun haben die Italiener nicht nur «La Dolce Vita» perfektioniert, sondern auch «la furbizia», die Schlaumeierei.

In seinem neuen Buch lernt Globi die Essenskultur Italiens kennen.

In seinem neuen Buch lernt Globi die Essenskultur Italiens kennen.

Orell Füssli

Globi ist zwar ein schlaues Kerlchen, aber trotzdem dürfte es für einige italienische Schlitzohren ein leichtes sein, so einen blauen Vogel aus der Schweiz über den Tisch zu ziehen. Man stelle sich das vor: Globi wird mit vielen Schmeicheleien in ein Ristorante gelotst, nur um dann einen horrenden Preis für eine pampige Pizza und einen wässrigen Caffé zu bezahlen. «Santo cielo!»

Mit dem Sternekoch geht nichts schief

Vielleicht haben die Autoren ihm deshalb – mit dem italienischen Sternekoch Gualtiero Marchesi – einen Begleiter zur Seite gestellt. Sicher ist sicher. Der 2017 verstorbene Marchesi gilt als Begründer der modernen italienischen Küche und sein Restaurant war das erste in Italien, das 1985 mit drei Michelinsternen ausgezeichnet wurde. Später verzichtete er freiwillig auf die Auszeichnungen. Er wolle wieder frei sein, begründete er den Schritt.

Zur Schweiz hatte Marchesi ebenfalls einen Bezug: Seine Eltern führten in Mailand ein Hotel mit Restaurant und schickten den jungen Gualtiero für die Grundausbildung in die Schweiz. Zuerst arbeitete er im historischen Kulm Hotel in St. Moritz und besuchte dann die Schweizerische Hotelfachschule in Luzern. Später hat er sich seine Sporen in einigen der besten Restaurants in Frankreich abverdient, ehe er 1977 sein eigenes Restaurant in Mailand eröffnete.

Mehr an Papà und Mamma gerichtet

Das Kochbuch ist in Zusammenarbeit mit der Mailänder Kochakademie von Gualtiero Marchesi entstanden. Es ist indes nicht das erste Kochbuch der Globi-Reihe. Bereits zuvor erschienen sind etwa «Globis Schweizer Küche» (2014), «Globis grosses Frühstücksbuch» (2017), oder «Globis Winterbackbuch» (2019).

Zusammen bereisen also Globi und Gualtiero Marchesi im jüngsten Buch den Stiefel von Piemont bis Sizilien und lernen dabei unterschiedliche regionale Spezialitäten kennen. Der Meisterkoch gibt Globi viele Kochtipps und über 60 Originalrezepte mit auf den Heimweg. Das neuste Buch dürfte wohl keine Begeisterungsstürme bei den kleinsten Lesern hervorrufen, aber wenigstens können Papà und Mamma ihnen ein Stück Italianità auf den Teller servieren.

Übrigens: Wenn es mal ins Restaurant gehen soll, dann empfiehlt Globi laut Mitteilung des Verlags die «kinderfreundlichen Restaurants» von Santa Lucia. In Italien kurvt er mit dem Sternekoch rum und in der Schweiz zieht es ihn zur Restaurant-Kette von Bindella.

Walter Pfenninger (Illustration), Marc Zollinger (Text): Italienisch Kochen mit Globi. Orell Füssli Verlag, 100 S.

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