Auszeichnung
Solothurner Filmtage: Hauptpreis geht an «Wet Sand»

Der Spielfilm «Wet Sand» erhält an den Solothurner Filmtagen den Hauptpreis «Prix de Soleure». «Presque», eine schweizerisch-französische Koproduktion, wird mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Drucken
Regisseurin Elene Naveriani erhält den «Prix de Soleure» für ihren Film «Wet Sand».

Regisseurin Elene Naveriani erhält den «Prix de Soleure» für ihren Film «Wet Sand».

Solothurner Filmtage/maximage

«Wet Sand» spielt in einem Dorf am georgischen Schwarzen Meer.

Youtube/maximage

Die dreiköpfige Jury der 57. Solothurner Filmtage hat ihren Entscheid gefällt: Sie verleiht den mit 60'000 Franken dotierten «Prix de Soleure» an den Spielfilm «Wet Sand», wie die Veranstalter am Mittwochabend bekannt gaben. Regisseurin Elene Naveriani erzählt in ihrem Film von einem georgischen Dorf am Schwarzen Meer, in dem sich die Menschen zu kennen glauben – bis ein Todesfall ein Netz aus Lügen zum Vorschein bringt und das Schweigen bricht. In ihrer Ersigen lobte die Jury «die Zärtlichkeit und Selbstverständlichkeit, mit der Tabus angefasst und ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten gebrochen werden».

Weiter kürte das Publikum an den Filmtagen den Spielfilm «Presque» von Bernard Campan und Alexandre Jollien mit dem «Prix du Public». Die schweizerisch-französische Koproduktion handelt von Louis, dem Leiter eines Bestattungsunternehmens und Igor, einem Gemüseauslieferer mit einem zerebral gelähmten Körper, deren Wege sich per Zufall kreuzen. Der Preis ist mit 20’000 Franken dotiert.

Die diesjährige Auszeichnung «Opera Prima» für das beste Erstlingswerk geht an «Pas de deux» von Elie Aufseesser. Der Dokumentarfilm stelle anhand des Porträts einer Familie «Fragen zur Abstammung, zum Erwachsenwerden, zum Tod, zur Unbeschwertheit und zum Wahnsinn», schreibt die Jury in ihrer Würdigung. Die Auszeichnung ist ebenfalls mit 20’000 Franken dotiert. (dpo)

Aktuelle Nachrichten