Zug
Gotthard-Basistunnel zeigt Wirkung: Mehr Passagiere auf der Nord-Süd-Achse

Bahn statt Auto: Der Gotthard-Basistunnel hat einen positiven Einfluss auf die Fahrgastzahlen. Mehr Menschen als vorher reisen mit dem Zug in die Sonnenstube der Schweiz.

Merken
Drucken
Teilen
Mit dem Zug ist man spätestens seit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels schneller im Tessin.

Mit dem Zug ist man spätestens seit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels schneller im Tessin.

Keystone

28 Prozent mehr Zugreisende am Gotthard: Das ist die Bilanz einer Auswertung des Bundes über den Gotthard-Basistunnel. Dieser wurde 2016 eröffnet und verbesserte das öV-Angebot auf der Nord-Süd-Achse. Zum Vergleich: Im untersuchten Zeitraum zwischen 2016 und 2019 nahm die Zahl der Zugreisenden schweizweit nur um 1 Prozent zu, wie das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) am Dienstag schreibt.

«Der Anstieg der Fahrgastzahlen ist auf das verbesserte Verkehrsangebot auf der Gotthardbahnachse zurückzuführen, insbesondere auf die kürzeren Fahrzeiten und die höhere Frequenz», heisst es in der Mitteilung. Auch habe das verbesserte öV-Angebot in den Kantonen Uri und Tessin dazu beigetragen, das sei unter anderem auch in gesteigerten Abo- und Ticketverkäufen zu sehen, so das ARE. Profitieren von den zusätzlichen Zugreisenden kann vor allem das Tessin. Dort gehe der Wachstum bei den Passagierzahlen auch mit einem Wachstum bei den Logiernächten (plus 6 Prozent) einher.

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, habe der Gotthard-Basistunnel auch einen positiven Effekt auf die Strassen. Die Anzahl der Personenwagen auf der Nord-Süd-Achse sei im untersuchten Zeitraum um vier Prozent zurückgegangen. Das entspreche rund 1000 bis 1800 Autos pro Tag, die eben nicht auf der Autobahn fahren. «60 bis 80 Prozent des Anstiegs der Fahrgastzahlen sind darauf zurückzuführen, dass Automobilisten vom Auto auf den Zug umgestiegen sind», schreibt das ARE. (mg)