Zürich
Wegen abgelehnter Verwahrung: Fall Brian kommt vor Bundesgericht

Die Zürcher Staatsanwaltschaft zieht das jüngste Urteil im Fall Brian weiter ans Bundesgericht. Insbesondere umstritten ist die Verwahrung des Straftäters.

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Staatsanwalt Ulrich Krättli hatte eine Verwahrung von Brian K. gefordert. (Archivbild)

Staatsanwalt Ulrich Krättli hatte eine Verwahrung von Brian K. gefordert. (Archivbild)

Keystone

Nach dem letzten Urteil im Fall Brian vom 16. Juni wird sich als Nächstes das Bundesgericht damit befassen. «Die Oberstaatsanwaltschaft erhebt Beschwerde, weil sie mit der von der Vorinstanz abgelehnten Verwahrung nicht einverstanden ist», schreibt die Zürcher Staatsanwaltschaft auf Anfrage von CH Media. Damit bestätigt sie einen entsprechenden Beitrag von SRF. Im Falle einer Haftentlassung von Brian K. bestehe nach wie vor eine Gefährdung der Öffentlichkeit, so die Staatsanwaltschaft weiter.

Das Zürcher Obergericht hat das Strafmass gegen Brian K. im Juni auf sechs Jahre und vier Monate Freiheitsstrafe erhöht. Er sei unter anderem der mehrfachen Körperverletzung, Beschimpfung und Sachbeschädigung schuldig. Staatsanwalt Ulrich Krättli hatte derweil eine Verlängerung der Freiheitsstrafe auf siebeneinhalb Jahre und eine ordentliche Verwahrung gefordert. Letztere lehnte das Gericht jedoch ab. Eine Verwahrung des heute 25-Jährigen sei nicht verhältnismässig, hiess es.

Brian K., der schon als Kind wegen Gewalttaten in die Fänge der Justiz kam, wurde als Jugendlicher unter dem Namen «Carlos» medial bekannt. Seit knapp drei Jahren sitzt er in Sicherheitshaft im Gefängnis Pöschwies in Regensdorf. Beim aktuellen Fall geht es darum, dass Brian im Gefängnis mehrfach Personal und Insassen attackiert sowie randaliert hatte. (agl/chm)

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