Zürich
Parmelin fährt nach Flughafenbesuch mit vielen Anliegen zurück nach Bern

Bundespräsident Guy Parmelin hat am Donnerstag den Flughafen Zürich besucht. Kanton und Reisebranche gaben ihm verschiedene Forderungen mit auf den Weg.

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Bundespräsident Guy Parmelin besuchte am Donnerstag den Flughafen Zürich.

Bundespräsident Guy Parmelin besuchte am Donnerstag den Flughafen Zürich.

Keystone

(agl) «Der Flughafen Zürich ist eine wichtige Visitenkarte der Schweiz», sagte Parmelin nach seinem Flughafen-Rundgang vor den Medien. Mit einer breiten Palette an Arbeits- und Ausbildungsplätzen sei er für den Arbeitsmarkt im Kanton überlebenswichtig. Der Bundespräsident liess sich am Donnerstag auch über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise auf den Flughafen und auf den Kanton informieren. Gemäss einer Mitteilung der Volkswirtschaftsdirektion wurden bereits 3000 Arbeitsplätze am Flughafen abgebaut, 16 Prozent der Beschäftigten in der Flughafenregion seien weiterhin in Kurzarbeit.

Bundesrat Guy Parmelin am Donnerstag am Flughafen Zürich.

Keystone-SDA

Die Reisebranche fordert nun eine Perspektive. «Wir brauchen rasch Planungssicherheit, dass Flugreisen wieder möglich werden», sagte Andreas Schmid, Verwaltungsratspräsident der Flughafen Zürich AG, vor den Medien. Dazu brauche es einen gemeinsamen Effort. Mit der Initiative «Back in the Air» fordern zahlreiche Verbände der Reise- und Tourismusbranche, dass der Bundesrat Klarheit schafft. Schmid übergab die drei Kernforderungen am Donnerstag an den Bundespräsidenten.

So fordern die Verbände keine Reisebeschränkungen zwischen Ländern mit ähnlichem Ansteckungsrisiko. Wer geimpft, genesen oder negativ getestet ist, soll zudem aus- und einreisen und sich in der Schweiz frei bewegen können. Die dritte Forderung betrifft den Impfnachweis. Dieser soll digitalisiert und international anerkannt sein.

Zürich soll als Tourismusregion anerkannt werden

Weitere Forderungen an den Wirtschaftsminister kamen von der Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. Der Städte- und Geschäftstourismus leide aufgrund der Reisebeschränkungen nach wie vor sehr stark, während Berg- oder Skitourismus Einbrüche teilweise mit inländischen Touristen wettmachen konnten. Weil der internationale Flugverkehr seit über einem Jahr fast stillstehe, seien die wirtschaftlichen Auswirkungen stärker als im Schweizer Durchschnitt.

Zürich solle deshalb im Mai auch eine Vertretung zum Tourismusgipfel schicken können, lautet Walker Spähs Forderung. Dies, um die Anliegen des Städtetourismus zu vertreten. Weiter wolle sie sich dafür einsetzen, dass Zürich vom Bund als Tourismusregion anerkannt wird und auch davon profitieren kann. Es brauche attraktive, zeitgemässe Rahmenbedingungen für den Städte- und Geschäftstourismus.