Wohnungsmarkt
Keine Mietzinsreduktion: Referenzzinssatz wird nicht gesenkt

Der hypothekarische Referenzzinssatz verbleibt auf 1,25 Prozent. Auf diesem Stand liegt er damit seit über einem Jahr. Mietende können jedoch nicht eingeforderte Senkungen weiterhin geltend machen.

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Der aktuelle Referenzzins für Mieten von 1,25 Prozent wird erst weiter sinken, falls der durchschnittliche Zinssatz auf unter 1,13 fällt.

Der aktuelle Referenzzins für Mieten von 1,25 Prozent wird erst weiter sinken, falls der durchschnittliche Zinssatz auf unter 1,13 fällt.

Keystone

Der hypothekarische Referenzzinssatz bleibt unverändert bei 1,25 Prozent. Dies teilte das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) am Dienstag mit. Der Referenzzins beeinflusst die Mietzinsen und wird vierteljährlich anhand des Durchschnitts der Hypothekarzinsen berechnet. Dieser ist gemäss dem BWO per Ende März gegenüber dem Vorquartal von 1,28 auf 1,25 Prozent gesunken.

Kaufmännisch gerundet betrage der Referenzzinssatz somit weiterhin 1,25 Prozent, schreibt das BWO. Eine erneute Anpassung erfolge erst, falls der durchschnittliche Zinssatz auf unter 1,13 Prozent sinken oder auf über 1,37 Prozent steigen sollte.

Noch nicht eingeforderte Mietzinssenkung weiterhin geltend

Zwar haben Mieterinnen und Mieter damit keinen neuen Anspruch auf eine Mietzinsreduktion. Der Mieterinnen- und Mieterverband Schweiz betont jedoch in einer Mitteilung vom Dienstag, dass Mietende, deren Miete nicht auf dem aktuellen Zinssatz von 1,25 Prozent basiert, ihre Mietzinssenkung weiterhin geltend machen können. Der Hauseigentümerverband (HEV) wiederum betonte in einer Mitteilung, die Belastung der Haushaltseinkommen des Mittelstandes mit Wohnkosten in der Schweiz sei seit über 20 Jahren stabil.

Der hypothekarische Referenzzinssatz liegt seit anfangs März bei 1,25 Prozent. Damals fand die letzte Senkung um einen Viertel Prozentpunkt statt. Davor hatte der Referenzzins bei 1,5 Prozent gelegen. Der Referenzzinssatz gilt für die ganze Schweiz. (dpo/sat)