Wetter
Wärmster Silvester seit Messbeginn – erhebliche Lawinengefahr in den Bergen

In der Schweiz sind am Freitag verbreitet Temperaturen von 15 Grad gemessen worden. Besonders mild war es in erhöhten Lagen. Es fielen auch Rekorde.

René Meier
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Der Weg ist das Ziel, aufgenommen auf dem Turren oberhalb von Lungern im Kanton Obwalden.

Der Weg ist das Ziel, aufgenommen auf dem Turren oberhalb von Lungern im Kanton Obwalden.

Leserbild: Dora Bucher

In der ganzen Schweiz herrschen an Silvester frühlingshafte Temperaturen. Vor allem in mittleren Lagen von 1000 bis 2000 Metern war es vielerorts der mildeste Silvester seit Messbeginn, wie Meteonews mitteilt. Die bisherigen Rekorde seien richtiggehend pulverisiert worden. So war es in Adelboden 17,2 Grad warm (bisherige Rekord: 9,8 Grad), auf dem 1133 Meter über Meer gelegenen Hörnli 14 Grad (8,5). In St.Gallen wurden 15,3 Grad gemessen, in Flühli 15,8 Grad und in San Bernardino auf 1639 Meter über Meer 14,3 Grad. Auch am Samstag geht es ausserordentlich mild weiter.

An mindestens 34 Stationen des staatlichen Wetterdienstes Meteoschweiz gab es Temperaturrekorde, wie SRF Meteo mitteilte. Primär seien diese Stationen auf Gipfeln im Höhenbereich zwischen 1100 und 2500 Metern beidseits der Alpen gelegen. Verantwortlich dafür sei eine Warmfront mit Luft aus Florida.

Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft warnte am Freitagvormittag mit der dritthöchsten Gefahrenstufe 3 (erheblich) für den nördlichen Alpenkamm und das Wallis. Für die übrigen Gebiete der Schweizer Alpen gilt verbreitet mässige Lawinengefahr (Stufe 2). Vor allem an steilen Südhängen sind nasse Rutsche und Lawinen möglich, wie diese Bilder zeigen:

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