Welttag der Alphabetisierung
Fast jeder zehnte Erwachsene hat Mühe mit Lesen und Schreiben

Heute Mittwoch ist Weltalphabetisierungstag. Auch in der Schweiz gibt es Erwachsene mit Lese- und Schreibschwierigkeiten. Der Bund unterstützt die Kantone in der Förderung von Grundkompetenzen mit über 40 Millionen Franken.

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Auch in der Schweiz ist Analphabetismus zum Teil ein Problem. (Symbolbild)

Auch in der Schweiz ist Analphabetismus zum Teil ein Problem. (Symbolbild)

Keystone

Am jährlich stattfindenden Welttag der Alphabetisierung erinnert die Unesco, die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, an die Problematik des Analphabetismus. Demnach können rund 860 Millionen Erwachsene weltweit nicht richtig lesen und schreiben. Obwohl der Bildungsstand in der Schweiz hoch ist, existiert das Problem auch hierzulande.

So haben rund zehn Prozent der Erwachsenen grundlegende Schwierigkeiten mit Lesen und Schreiben und fünf Prozent mit einfachen Rechnungen, wie das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) zum Weltalphabetisierungstag am Mittwoch schreibt.

Mehr Fördergelder als zuvor

Um dem entgegenzuwirken, stellt das SBFI den Kantonen für den Zeitraum 2021 bis 2024 über 40 Millionen Franken für die Förderung von Grundkompetenzen zur Verfügung. Dieser Betrag werde von den Kantonen mindestens verdoppelt, heisst es. Das sei fast dreimal so viel Fördergeld wie in der Periode 2017 bis 2020.

Darüber hinaus unterstützt das SBFI laut eigenen Angaben auch Weiterbildungen von Arbeitnehmenden, die auf die Herausforderungen am Arbeitsplatz zugeschnitten sind. So konnten seit der Einführung des Förderschwerpunkts 2018 schweizweit über 3000 Personen ihre Grundkompetenzen am Arbeitsplatz verbessern. Weiter will das Staatssekretariat für Bildung die breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren. (dpo)

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