Voranschlag
Reserven aufgebraucht: Kanton Jura rechnet 2022 mit massivem Defizit

Die jurassische Regierung erwartet für 2022 ein Defizit von 50 Millionen Franken. Im laufenden Jahr konnte der Kanton noch Reserven anzapfen und rechnet darum mit einer schwarzen Null.

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Nach dem Kantonswechsel des bernischen Moutier (Bild) will der Jura seine Finanzen überarbeiten. Vorerst plant er jedoch grosse Defizite.

Nach dem Kantonswechsel des bernischen Moutier (Bild) will der Jura seine Finanzen überarbeiten. Vorerst plant er jedoch grosse Defizite.

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Im Budget für das laufende Jahr rechnet der Kanton Jura mit einem Defizit von 3,9 Millionen. Die nun vorgelegten, tiefroten Zahlen für das kommende Jahr rechtfertigt die Regierung in einer Mitteilung vom Mittwoch einerseits mit der 2019 beschlossenen Deckelung der Steuereinnahmen. Andererseits seien die für das laufende Jahr angezapften Reserven nun aufgebraucht. Derweil würden die Infrastrukturkosten des Landkantons – ohne Ausgaben für die Coronapandemie – weiterhin jedes Jahr um durchschnittlich zehn Millionen Franken steigen. Mit 0,8 Prozent halte sich das Ausgabenwachstum allerdings noch in Grenzen.

Und auch für die kommenden fünf Jahre kündigt die jurassische Regierung tiefrote Zahlen an. Sie rechnet dabei mit jährlichen Defiziten von 30 bis 60 Millionen Franken. Nach der Aufnahme der Stadt Moutier werde diese Finanzplanung allerdings nochmals überarbeitet werden müssen. Die Modalitäten zum Wechsel Moutiers vom Kanton Bern zum Jura werden nach der wiederholten Volksabstimmung derzeit ausgearbeitet. (sat)

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