Gemeindefusion
Vision eines Gross-Berns gescheitert: Vierte Gemeinde sagt Nein zur Fusion

Die Stadt Bern will mit fünf umliegenden Gemeinden fusionieren. Mit Frauenkappelen hat am Sonntag die vierte Gemeinde dem Anliegen eine Abfuhr erteilt. Nur Ostermundigen ist noch interessiert.

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Nur noch Ostermundigen will mit Bern über die Fusion zu einer Gross-Gemeinde verhandeln.

Nur noch Ostermundigen will mit Bern über die Fusion zu einer Gross-Gemeinde verhandeln.

Keystone

(gb) Die Gemeinde Frauenkappelen hat am Sonntag mit 85 Prozent Nein zu Fusionsverhandlungen mit der Stadt Bern gesagt. Sie folgt damit der Empfehlung des Gemeinderats. Gemäss einer Mitteilung der Gemeinde stiess die Abstimmung auf grosses Interesse, fast 70 Prozent der rund 1300 Einwohnerinnen und Einwohner gingen an die Urne.

Mit der deutlichen Absage aus Frauenkappelen ist der Traum eines Gross-Berns geplatzt – oder zumindest stark geschrumpft. Unter dem Titel «Kooperation Bern» strebte die Stadt Bern Fusionsverhandlungen mit fünf umliegenden Gemeinden an. Bern wäre damit auf einen Schlag um circa 40'000 Menschen gewachsen. Bereits Kehrsatz, Bolligen und Bremgarten stellten sich gegen das Anliegen. Nur Ostermundigen ist weiterhin an den Verhandlungen interessiert.

Vor einem Jahr kam eine von den sechs Gemeinden in Auftrag gegebene Studie zum Schluss, dass eine Fusion Vorteile unter anderem bei Infrastruktur- und Informatikprojekten bringen könnte. Nachteile sah die Studie auf emotionaler Ebene und bei der Nähe zur Verwaltung.

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