Vereinte Nationen
Friedensförderung: Schweiz schickt zusätzliche Experten nach New York

Die Friedensmissionen der UNO werden komplexer. Deshalb steigt der Bedarf an militärischer Expertise. Die Schweiz möchte nun die Organisation mit bis zu neun Angehörigen der Armee unterstützen.

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Für einige Schweizer Armeeangehörige könnte das schon bald der neue Arbeitsort sein: das Hauptquartier der UNO in New York.

Für einige Schweizer Armeeangehörige könnte das schon bald der neue Arbeitsort sein: das Hauptquartier der UNO in New York.

Keystone

Heute sind zwei Schweizer Offiziere im Bereich der humanitären Minenräumung und ein weiterer Experte für Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration von ehemaligen Kämpferinnen und Kämpfern am UNO-Hauptquartier in New York eingesetzt. Geht es nach dem Bundesrat, sollen es in Zukunft insgesamt bis zu neun Schweizer Experten sein, welche die Arbeit der UNO unterstützen.

Der Bundesrat hat am Mittwoch das Verteidigungsdepartement (VBS) dazu ermächtigt. Die Entsendung von unbewaffneten Armeeangehörigen liege im Interesse der Schweiz, begründet er den Entscheid. Die Schweiz leiste dadurch einen Beitrag an die friedensfördernden Aktivitäten der UNO, schreibt das VBS in einer Mitteilung. Dank dem Milizsystem könne die Armee auf ein breites Fachwissen aus zivilen und militärischen Kenntnissen zurückgreifen. (rwa)

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