Ursprungsbezeichnung
Erstes Fleischprodukt: «Jambon de la Borne» erhält AOP-Gütesiegel

Der Bund hat dem «Jambon de la Borne» als erster Fleischware die Ursprungsbezeichnung AOP verliehen. Dies soll den Ruf und die Qualität des Produkts aus Freiburg und der Waadt sicherstellen.

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Der Freiburger Staatsrat Didier Castella (M.) und sein Waadtländer Kollege Philippe Leuba werben im Juni für den Schutz des «Jambon de la Borne».

Der Freiburger Staatsrat Didier Castella (M.) und sein Waadtländer Kollege Philippe Leuba werben im Juni für den Schutz des «Jambon de la Borne».

Keystone

Der «Jambon de la Borne» – auf Deutsch auch als «Chämischinken» bekannt – ist ein trocken eingesalzener Schinken, der jedoch gekocht genossen wird. Dies vorab an der Freiburger Kilbi, wo er bisweilen als Star des Anlasses gilt. Laut einer Mitteilung des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) ist er zentraler Bestandteil des traditionellen Bénichon-Menüs.

Das jahrhundertealte Rezept für den «Jambon de la Borne» stammt laut BLW aus dem Gebiet der Kantone Freiburg und Waadt. Die Produktion beruhe auf der traditionellen Schweinehaltung in der Region, die durch das spezifische Futter in dem Gebiet gewährleistet werde.

Laut Bundesamt für Landwirtschaft ging keine Einsprache ein gegen die Aufnahme des «Jambon de la Borne» ins Schweizer Register der Ursprungsbezeichnungen und geografischen Angaben (AOP). Dieses umfasse damit derzeit 41 Eintragungen, davon 24 geschützte Ursprungsbezeichnungen und 17 geschützte geografische Angaben. (sat)

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