Unfall
Drohne der Armee wegen «unerwartet starken Schwingungen» abgestürzt

Vor einem Jahr stürzte eine Drohne, die eigentlich an die Schweizer Armee geliefert sollte, bei einem Testflug in Israel ab. Der Grund dafür waren starke Schwingungen.

Merken
Drucken
Teilen
Eine Drohne vom TYP Hermes 900 HFE.

Eine Drohne vom TYP Hermes 900 HFE.

armasuisse

Nun ist klar, warum im vergangenen August eine Drohne, die für die Schweizer Armee bestimmt war, abgestürzt ist: Laut Mitteilung von armasuisse passierte es wegen «unerwartet starken Schwingungen». Diese hätten das sogenannte V-Leitwerk vom Rumpf der Drohne gelöst, dadurch hätte sie nicht mehr gesteuert werden können und sei in der Folge abgestürzt. Der Unfall hatte sich auf einem Testflug der Drohne in der Wüste über israelischem Hoheitsgebiet ereignet. Es kamen keine Personen zu Schaden.

Wie armasuisse weiter schreibt, geht der Sachschaden vollständig zulasten der israelischen Herstellerfirma Elbit. Diese habe mittlerweile auch die Ursache des Problems für künftige Produktionen beheben können – dies ohne das Design der Drohne zu verändern. Die abgestürzte Drohne war im Lieferumfang der ADS15-Beschaffung für die Schweizer Armee vorgesehen.

Wann genau diese Drohnen in der Schweiz ankommen, sei immer noch unklar. Eine «verlässliche Terminplanung ist nach wie vor schwierig», schreibt armasuisse. Gemäss derzeitigem Kenntnisstand sei es im zweiten Semester 2022 bis im Sommer 2023 soweit. Bis dann auch noch der Radar für das Sense-and-Avoid-System zugelassen ist, wird es Ende 2024. In der Phase ohne zugelassenes Radarsystem werde die Hermes 900 HFE Drohne in unkontrolliertem Luftraum und bei Tag mit einem Begleitflugzeug eingesetzt. (mg)