Umwelt
Ständeratskommission will Abwasser besser klären und Trinkwasser schützen

Die Umweltkommission des Ständerates will, dass Schweizer Kläranlagen in Zukunft auch Mikroverunreinigungen aus dem Wasser filtern. Trinkwasserfassungen sollen besser geschützt werden.

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Schweizer Kläranlagen sollen in Zukunft auch Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser filtern.

Schweizer Kläranlagen sollen in Zukunft auch Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser filtern.

Bruno Kissling

(wap) Die ständerätliche Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-S) unterstützt eine Motion der nationalrätlichen Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-N), die zusätzliche Anstrengungen zur Beseitigung von Mikroverunreinigungen im Abwasser fordert. Dies teilten die Parlamentsdienste am Freitag mit. Die Motion will, dass der Bundesrat alle 740 Kläranlagen der Schweiz dazu verpflichtet, Massnahmen zur Elimination von Mikroverunreinigungen zu treffen.

Die Kommission des Ständerates unterstützt das Ansinnen, möchte den zusätzlichen Ausbau aber auf jene Kläranlagen beschränken, deren Ausleitungen Grenzwertüberschreitungen zur Folge haben. Auch eine zweite Motion, die von den Kläranlagen Massnahmen zur Reduktion der Stickstoffbelastung fordert, wird von der UREK-S unterstützt.

Weiter empfiehlt die UREK-S eine Motion von Ständerat Roberto Zanetti (SP/SO) zur Annahme, die einen besseren Schutz der Trinkwasserfassungen anstrebt. Hierzu sollen die Kantone verpflichtet werden, für die wichtigsten Grundwasserfassungen Zuströmbereiche festzulegen.