Umstrittene Satire
Unabhängige Beschwerdeinstanz weist Beschwerde gegen «Deville» ab

Eine Ausgabe der Late-Night-Show Deville zur Konzernverantwortungsinitiative habe nicht gegen die rundfunkrechtlichen Grundsätze verstossen, so die Kommission.

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Die Unabhängige Beschwerdeinstanz bemängelte eine Sendung im Magazin «Heute Morgen». (Symbolbild)

Die Unabhängige Beschwerdeinstanz bemängelte eine Sendung im Magazin «Heute Morgen». (Symbolbild)

Keystone

(wap) Eine Folge der Satire-Show «Deville», die eine Woche vor der Abstimmung über die Konzerninitiative ausgestrahlt wurde, verstiess nicht gegen die rundfunkrechtlichen Informationsgrundsätze. Zu diesem Schluss kommt die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen UBI. In einer am Montag veröffentlichten Mitteilung verweist die UBI auf den klar erkennbaren satirischen Charakter der Sendung. Kritiker hatten moniert, in der Sendung sei für die Initiative Stimmung gemacht worden.

Gutgeheissen wurde dagegen eine Beschwerde gegen eine Nachrichtenmeldung in der Sendung «Heute Morgen» vom 29. Juni 2020. In dieser war aus einem Interview der NZZ mit dem ehemaligen EU-Kommissar Günther Oettinger zitiert worden, wobei dieser in der SRF-Sendung fälschlicherweise als EU-Vertreter genannt wurde. Dies habe die Meinungsbildung der Zuhörenden verfälscht, so das mit sieben zu zwei Stimmen gefallene Verdikt der UBI.