Umfrage zeigt: Unterstützung für Reform der Altersvorsorge wächst

Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer finden, dass eine Reform der Altersvorsorge notwendig sei. Auch die Akzeptanz für unbeliebte Massnahmen wie Rentenkürzungen ist gestiegen.

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Fast 80 Prozent der Befragten finden eine Reform der Altersvorsorge notwendig. (Symbolbild)

Fast 80 Prozent der Befragten finden eine Reform der Altersvorsorge notwendig. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Waren es vor vier Jahren noch knapp 60 Prozent, erachten heute 78 Prozent der Versicherten, dass eine Reform der Altersvorsorge nötig sei. Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage der AXA unter 708 Pensionskassenversicherten. Auf die grösste Zustimmung stösst der Vorschlag, das Rentenniveau durch freiwilliges, steuerbegünstigtes Sparen zu sichern. Über 70 Prozent würden zudem Einzahlungen vor dem 25. Lebensjahr sowie die Förderung freiwilliger Teilzeitarbeit für Pensionierte akzeptieren, heisst es in einer Mitteilung.

Am unbeliebtesten sind wie erwartet Rentenkürzungen, doch die Akzeptanz ist in den letzten zwei Jahren von 15 auf 23 Prozent gestiegen. Auch ein höheres Pensionsalter wird laut Mitteilung heute besser angenommen als in früheren Jahren. «Das dürfte eine Folge davon sein, dass die Realität des Zustands der 2. Säule und die demografischen und wirtschaftlichen Herausforderungen von Pensionskassen immer mehr in den Vordergrund treten.»

Weiter legte die AXA den Befragten verschiedene Vorschläge für eine neue Reform vor. So erachten 31 Prozent eine Senkung des Umwandlungssatzes als «sehr gut» oder «eher gut». Ebenfalls rund ein Drittel der Befragten würde es begrüssen, wenn das Umlageverfahren wie bei der AHV für befristete Zeit auch zur Finanzierung der Leistungen in der 2. Säule angewandt würde.

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