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Vor allem Junge gefährdet: 7 Prozent der Erwerbstätigen erleiden Arbeitsunfall

2020 erlitten 7 Prozent der Erwerbstätigen mindestens einen Arbeitsunfall. Vor allem 15- bis 24-jährige Männer haben ein grosses Risiko, am Arbeitsplatz zu verunfallen.

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In der Landwirtschaft ist das Unfallrisiko am höchsten.

In der Landwirtschaft ist das Unfallrisiko am höchsten.

Keystone

In der Schweiz wurden im vergangenen Jahr sieben Prozent der Erwerbstätigen Opfer von mindestens einem Arbeitsunfall. Das zeigt die am Montag veröffentlichte Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (Sake). Dieser Anteil habe sich gegenüber der letzten Erhebung aus dem Jahr 2013 nicht signifikant verändert. Mehr als ein Viertel der Verunfallten hatten sogar mindestens zwei Unfälle. Jeder Zweite war wegen des Unfalls arbeitsunfähig.

Bei den 15- bis 24-jährigen Männern – besonders bei den Lernenden – sei das Unfallrisiko etwa doppelt so hoch wie in den älteren Altersklassen. So passiert jeder vierte Unfall in dieser Personengruppe, obwohl sie nur 12 Prozent der erwerbstätigen Personen ausmacht. Sie geben zudem überdurchschnittlich häufig an, mindestens zwei Unfälle erlitten zu haben.

Jede achte Person leidet unter Gesundheitsproblemen

Die höchsten Unfallrisiken gibt es gemäss Sake in der Landwirtschaft und im Baugewerbe mit 18 respektive 16 Prozent. Das tiefste Unfallrisiko haben das Finanz- und Versicherungswesen mit weniger als 2 Prozent.

Weiter zeigt die Erhebung, dass jede achte Person an Gesundheitsproblemen leidet, die durch die Arbeit verursacht oder verschlimmert wurde. Die häufigsten Probleme seien Knochen-, Gelenk- oder Muskelbeschwerden. Dahinter folgen Stress, Depressionen oder Angstzustände. Am meisten betroffen sind Personen zwischen 45 und 64 Jahren. (abi)

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