TRANSITVERKEHR
Streit um Bahnverkehr: Schweiz und Italien einigen sich auch bei Regionalzügen

Nach dem Fernverkehr finden die Schweiz und Italien auch eine Lösung für den Regionalverkehr zwischen den beiden Ländern.

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Die Regionalzüge TILO fahren ab Sonntag wieder zwischen dem Tessin und Norditalien.

Die Regionalzüge TILO fahren ab Sonntag wieder zwischen dem Tessin und Norditalien.

Keystone

(dpo) Ab Sonntag verkehren die Regionalzüge der SBB-Tochtergesellschaft TILO nach einem dreitägigen Unterbruch wieder durchgehend zwischen dem Tessin und der norditalienischen Region Lombardei. Die Bahnunternehmen beidseits der Grenze hätten nach Gesprächen zwischen Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und der italienischen Verkehrsministerin Paola De Micheli eine Lösung gefunden, teilten die SBB am Donnerstagabend mit.

Im Fernverkehr halten die SBB bis auf Weiteres ein reduziertes Angebot auf der Gotthardachse mit einem Eurocity-Zug pro Tag aufrecht. Ab Sonntag sollen es dann zwei Züge sein. Auf der Simplonachse wiederum werden zwei Eurocity-Züge pro Tag verkehren.

Die SBB haben am Dienstag bekanntgegeben, aufgrund eines Dekrets der italienischen Regierung den grenzüberschreitenden Bahnverkehr vorerst einzustellen. Italien sieht im Dekret wegen der Coronapandemie strengere Kontrollen vor. Unter anderem muss demnach bei jedem Fahrgast, der über die Grenze reist, die Körpertemperatur gemessen werden. Diese Auflagen könne die SBB nicht erfüllen, teilte das Bahnunternehmen mit.

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