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Wegen Corona gab es weniger Unfälle im Beruf dafür mehr mit dem Velo und beim Gärtnern

Die Pandemie schränkt die Menschen in ihrem Alltag ein. Dadurch geschahen gemäss der Suva 2020 weniger Unfällen bei der Arbeit und in der Freizeit. Dafür nahmen Unfälle mit dem Velo und im Garten zu.

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Wo es keine Einschränkungen gab, nahmen die Unfälle zu. Etwa bei Gartenarbeiten. (Symbolbild)

Wo es keine Einschränkungen gab, nahmen die Unfälle zu. Etwa bei Gartenarbeiten. (Symbolbild)

(dpo) Im vergangenen Jahr meldeten die Versicherten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt Suva rund 430'000 Unfälle. Dies entspricht einer Abnahme um 10 Prozent gegenüber 2019, wie der Versicherer am Dienstag mitteilt. Der Grund für die deutliche Abnahme liege bei den Einschränkungen im Zusammenhang mit der Coronapandemie.

Weil weniger gearbeitet wurde, habe es weniger Berufsunfälle gegeben (-9,8 Prozent). Allerdings zeige sich bei den Berufsunfällen, dass nicht alle bei der Suva versicherten Branchen gleich stark betroffen waren. Deutlich weniger Unfälle verzeichnete beispielsweise Bereiche, in denen stark reduziert gearbeitet wurde, wie die Luftfahrt (-54 Prozent).

Weniger Ski- und Fussballunfälle

Ein ähnliches Bild zeigt sich laut der Suva bei den Freizeitunfällen, die aufgrund der eingeschränkten Aktivitätsmöglichkeiten um 10,9 Prozent zurückgegangen sind. Mit dem frühzeitigen Ende der Skisaison im März 2020 gingen demnach auch die Unfälle auf den Pisten um 22 Prozent zurück. Zudem nahmen auch die Unfälle beim «Tschuuten» um 37 Prozent ab. Die Gefahr, sich mit der Playstation-Konsole zu verletzen, ist nun mal geringer als beim Grümpelturnier.

Andererseits stiegen die Velounfälle an. Unter anderem auch vom schönen Wetter begünstigt, haben die Unfälle mit dem Drahtesel um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen, heisst es. Eine Zunahme von Unfällen verzeichnete die Suva auch bei Gartenarbeiten (+15 Prozent) und beim Heimwerken (+9 Prozent).

Weiter teilt die Suva mit, dass gemäss ersten Schätzungen die Heilkosten und Taggelder der Unfälle aus 2020 weniger stark zurückgegangen sind als die Unfallzahlen. Die Ursache dafür sei noch nicht ganz ersichtlich.