Submissionsabsprache
Drei weitere Unternehmen: Weko weitet Moesa-Untersuchung aus

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat ihre Untersuchung in der Region Moesa (GR) um drei weitere Unternehmen ausgeweitet. Sie stehen im Verdacht, sich im Baubereich abgesprochen zu haben.

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Das Bündner Baugewerbe steht erneut unter Verdacht, Submissionsabsprachen gemacht zu haben. (Symbolbild)

Das Bündner Baugewerbe steht erneut unter Verdacht, Submissionsabsprachen gemacht zu haben. (Symbolbild)

Keystone

Das Bündner Baugewerbe kommt nicht zur Ruhe: In der Region Moesa im Kanton Graubünden gibt es Anhaltspunkte für Submissionsabreden zwischen mehreren Unternehmen. Die Weko eröffnete daher im Sommer 2020 nach Hinweisen des Kantons Graubünden eine entsprechende Untersuchung. Dabei wurden auch Hausdurchsuchungen durchgeführt.

Nun hat die Weko ihre Untersuchungen ausgeweitet und weitere Liegenschaften durchsucht, wie sie am Donnerstag mitteilte. Aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse würden Indizien existieren, dass drei weitere Unternehmen an den mutmasslichen Abreden im Baubereich beteiligt sein könnten. Es handelt sich dabei um zwei Unternehmen aus dem Kanton Tessin und eines aus der Region Moesa.

Bauabsprachen im Kanton Graubünden nehmen kein Ende

Die Unternehmen stehen im Verdacht, ihr Angebotsverhalten bei der Vergabe von öffentlichen oder privaten Beschaffungen koordiniert zu haben. Typischerweise stimmen Unternehmen bei Submissionsabreden ihre Angebote so ab, dass ein Unternehmen den Auftrag zu einem bestimmten Preis erhält.

Es ist bereits die elfte Weko-Untersuchung zu Submissionsabreden im Kanton Graubünden. Der letzte Entscheid stammt aus dem Jahr 2019. Damals sprach sie Bussen von insgesamt 11 Millionen Franken aus. Das Bündner Kantonsparlament und die Regierung veröffentlichten erst Anfang Juni ihre Berichte zum grössten Bündner Bauskandal. (abi)