Strategische Ziele
Nach Pannenserie: Bundesrat schaut Swisscom genauer auf die Finger

Der Bundesrat hat die strategischen Ziele für die Swisscom bis 2025 festgelegt. Die Zuverlässigkeit bekommen dabei mehr Gewicht. Neu gibt es auch Ziele für die Erreichbarkeit von Notrufnummern.

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Von der Störung im Juli war fast die gesamte Schweiz betroffen. (Archivbild)

Von der Störung im Juli war fast die gesamte Schweiz betroffen. (Archivbild)

Screenshot Swiss Alert

Der Bundesrat legt für jeweils vier Jahre fest, welche Ziele der Bund als Hauptaktionär erreichen will. Am Mittwoch hat er dies für die Jahre 2022 bis 2025 getan. Da sich die strategische Steuerung der Swisscom in der Vergangenheit bewährt hat, nahm der Bundesrat keine grundlegende Neuausrichtung vor.

Allerdings hat die Pannenserie der Swisscom Konsequenzen: Als Folge der Netzausfälle gebe der Bundesrat in den strategischen Zielen der Zuverlässigkeit mehr Gewicht, betonte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) in einer Mitteilung. Ausserdem nimmt er auf Empfehlung der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen die Erreichbarkeit von Notrufnummern in die Ziele auf.

Die Swisscom kämpfte in jüngster Vergangenheit immer wieder mit Störungen. Den traurigen Höhepunkt erreichten diese Anfang Juli, als in einer Nacht die Notrufnummern grossen Teilen der Schweiz ausfielen. Betroffen waren die Nummern 117, 118, 144 und 112. Den Behörden in den Kantonen blieb nichts anderes übrig, als alternative Mobilnummern einzuführen und teilweise die Notfalltreffpunkte zu besetzen. (abi)

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