Strassenverkehr
Weitgehend Tempo 30: In der Stadt Zürich geht es ab 2030 gemächlicher zu und her

Auf den Strassen der Stadt Zürich soll bis 2030 weitgehend Tempo 30 eingeführt werden. Das hat der Stadtrat entschieden. Damit möchte er die Bevölkerung vor übermässigem Strassenlärm schützen.

Merken
Drucken
Teilen
Ab 2030 darf auf den meisten Strassen Zürichs noch mit Tempo 30 gefahren werden. (Symbolbild)

Ab 2030 darf auf den meisten Strassen Zürichs noch mit Tempo 30 gefahren werden. (Symbolbild)

Keystone

Trotz der Einführung von Tempo 30 auf bestimmten Strassen sind weiterhin 105'000 Zürcherinnen und Zürcher übermässigem Strassenlärm ausgesetzt. Das soll sich bis 2030 schrittweise ändern. Die Regierung hat am Mittwoch angekündigt, auf Zürichs Strassen weitgehend Tempo 30 einzuführen. Niedrigere Geschwindigkeiten führten zu einem langsameren Verkehrsfluss. Dies senke wiederum die Lärm- und Umweltbelastungen, argumentiert die Regierung.

Erstmals fasst der Stadtrat dabei auch Strecken ins Auge, auf denen der öffentliche Verkehr fährt. Negative Auswirkungen wie längere Reisezeiten oder grössere Instabilitäten sollen mit flankierenden Massnahmen abgefedert werden, wie es in einer Mitteilung heisst. Dazu zählen etwa optimierte Lichtsignalanlagen, ein eigenes Trassee oder das Vermeiden von Rechtsvortritt.

Die Umsetzung soll in Etappen erfolgen. In einem ersten Schritt sollen nun die Strecken mit geringen Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr geplant und festgelegt werden. Danach werden die übrigen Strecken bearbeitet. Dies sind Strecken mit spürbaren Zeitverlusten für den öffentlichen Verkehr, von denen eine grössere Anzahl Fahrgäste betroffen sein wird. Über das weitere Vorgehen wird der Stadtrat zu gegebener Zeit informieren. (rwa)