Steuerhinterziehung
Schweiz tauscht sich mit 96 Staaten zu rund 3,3 Millionen Finanzkonten aus

Steuerbetrügern auf der Spur: Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat in diesem Jahr mit 96 Staaten Informationen über Finanzkonten ausgetauscht.

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Dank dem Austausch können Kantone prüfen, ob ausländische Konten korrekt versteuert werden. (Symbolbild)

Dank dem Austausch können Kantone prüfen, ob ausländische Konten korrekt versteuert werden. (Symbolbild)

Keystone

Zu den 86 bisherigen Staaten seien Antigua und Barbuda, Aserbaidschan, Dominica, Ghana, Libanon, Macao, Pakistan, Katar, Samoa und Vanuatu hinzugekommen, teilte die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) am Montag mit. Der Austausch geschah im Rahmen des globalen Standards zum automatischen Informationsaustausch (AIA), zu dessen Übernahme sich die Schweiz bekannt hat.

Bei 70 Staaten war es ein Geben und Nehmen. Von 26 Staaten erhielt die Schweiz zwar Informationen, gab jedoch keine heraus: Entweder konnten sie die Vertraulichkeit oder Datensicherheit nicht garantieren oder haben freiwillig darauf verzichtet. Insgesamt gab die Schweiz Infos zu rund 3,3 Millionen Konten heraus und erhielt Angaben zu etwa 2,1 Millionen. Um wie viel Geld es dabei geht, könne die ESTV nicht angeben.

Ausgetauscht werden Identifizierungs-, Konto- und Finanzinformationen wie Namen, Anschrift oder Kontosaldo. Mit diesen Informationen können die kantonalen Steuerbehörden prüfen, ob die Steuerpflichtigen ihre Finanzkonten im Ausland in der Steuererklärung korrekt angegeben haben. (abi)

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