Statistik
Daten zeigen: Einer von vier Covid-Fällen auf Intensivstation endete tödlich

Daten des Bundes zeigen die Auswirkungen der Pandemie auf die Spitäler. Wegen des Behandlungsverbots nahmen die stationären Fälle 2020 ab. Ein Viertel der Covid-Fälle auf den Intensivstationen hatte indes einen tödlichen Ausgang.

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4551 Personen sind 2020 mit oder an Covid-19 in Schweizer Spitälern verstorben. (Symbolbild)

4551 Personen sind 2020 mit oder an Covid-19 in Schweizer Spitälern verstorben. (Symbolbild)

Keystone

Am Freitag hat das Bundesamt für Statistik (BFS) die neuesten Spitaldaten aus dem Jahr 2020 veröffentlicht. Sie verdeutlichen die Auswirkungen der Coronapandemie auf die Schweizer Spitäler und Kliniken. Diese zählten von Februar 2020 bis Ende Dezember 36'244 Spitalaufenthalte mit einer Covid-19-Diagnose. Mit 79 Fällen auf 10'000 wies das Tessin dabei die höchste Hospitalisierungsrate aus, wie das BFS am Freitag mitteilt.

Die Pandemie schlug sich insbesondere auf die Intensivstationen (IPS) nieder. Bei 13 Prozent der Hospitalisierungen mit einer Covid-Diagnose im Versorgungsbereich Akutsomatik war eine Behandlung auf der IPS-Abteilung erforderlich. Einer von vier intensivmedizinischen Fällen endete laut BFS tödlich. Zum Vergleich: Bei Fällen ohne Covid-Diagnose liegt die Quote bei acht Prozent. Insgesamt verzeichneten die Spitäler 4551 Personen, die mit oder an Covid-19 verstorben sind.

Weniger stationäre und ambulante Fälle

Gleichzeitig haben die Schweizer Spitäler und Kliniken sowie Geburtshäuser erstmals seit 2011 weniger Patienten stationär behandelt. Diese Fälle sind 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent gesunken. Dies sei darauf zurückzuführen, dass der Bund im Frühjahr 2020 ein sechswöchiges Behandlungsverbot angeordnet hatte, lässt der Spitalverband H+ in einer Stellungnahme verlauten.

Weiter zeigen die Daten des BFS, dass die ambulanten Behandlungen um 3,1 Prozent abnahmen. Auch dies führt der Verband H+ auf das Behandlungsverbot zurück. Dafür stieg die Anzahl der behandelten Patienten im ambulanten Bereich um 5,3 Prozent an. Laut BFS ist das Wachstum teilweise auf den «hohen Anteil Personen (3,4 Prozent) zurückzuführen, die lediglich Leistungen im Rahmen des neuen Pandemietarifs in Anspruch genommen haben». Dazu gehören vor allem Corona-Tests. (dpo)

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