Statistik
Bis 2050 wird es in der Schweiz deutlich mehr Einpersonenhaushalte geben

Neue Szenarien des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen: Bis 2050 nehmen Einpersonenhaushalte in der Schweiz am stärksten zu. Dies hat verschiedene Gründe.

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In den letzten 100 Jahren hat die Anzahl der Einpersonenhaushalte stetig zugenommen (Symbolbild)

In den letzten 100 Jahren hat die Anzahl der Einpersonenhaushalte stetig zugenommen (Symbolbild)

Keystone

1920 waren Haushalte mit sechs oder mehr Personen noch am häufigsten zu finden in der Schweiz. Im Laufe der Zeit änderte sich dies und gegen 1990 machten Einpersonenhaushalte den grössten Anteil der Haushalte hierzulande aus. Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat nun am Dienstag neue Szenarien zur Entwicklung der Privathaushalte veröffentlicht.

Demnach werden Einpersonenhaushalte in den kommenden drei Jahrzehnten am stärksten zunehmen, nämlich von 1,4 auf 1,8 Millionen im Jahr 2025. Das entspricht einer Zunahme von 30 Prozent. Die Zahl der Zweipersonenhaushalte wird sich laut dagegen von rund 1,3 auf knapp 1,6 Millionen um 24 Prozent erhöhen. Gemäss dem BFS liegt dies vor allem an der steigenden Lebenserwartung der hiesigen Wohnbevölkerung und an der niedrigen Geburtenhäufigkeit.

Entwickung der Privathaushalte nach Haushaltsgrösse gemäss den BFS-Berechnungen.

Entwickung der Privathaushalte nach Haushaltsgrösse gemäss den BFS-Berechnungen.

BFS

Einerseits wird laut BFS die Zahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte zunehmen, in denen verwitwete Personen oder ältere Paare leben. Andererseits sei bei den jüngeren Generationen eine niedrige Geburtenhäufigkeit zu beobachten, die sich laut den Statistikern in Neuenburg unter anderem mit der langen Ausbildungszeit beziehungsweise der hohen beruflichen Mobilität lässt.

Insgesamt wird es laut dem BFS im Jahr 2050 anteilsmässig weniger Paarhaushalte mit Kindern geben als letztes Jahr (-3 Prozent). Allerdings werden diese nach wie vor den grössten Anteil der in Privathaushalten lebenden Wohnbevölkerung der Schweiz ausmachen. (dpo)