Spendenaufruf
Hilfe für Südasien und Lateinamerika: Glückskette braucht mehr Geld

Die Mittel der Glückskette sind erschöpft, der humanitäre Bedarf in asiatischen und südamerikanischen Ländern steigt. Die Organisation sammelt deshalb noch einmal Spenden.

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Da sich die Coronakrise in südlichen Ländern weiter zuspitzt, ruft die Glückskette erneut zur Solidarität auf.

Da sich die Coronakrise in südlichen Ländern weiter zuspitzt, ruft die Glückskette erneut zur Solidarität auf.

Keystone

Unterstützt wird der Spendenaufruf von der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) und der SRG. «Die humanitären Bedürfnisse in Südasien und Lateinamerika sind enorm und es sind dringend mehr Mittel nötig», schreibt die Glückskette in einer am Mittwoch veröffentlichten Medienmitteilung. Die bereits für die Auslandshilfe während der Pandemie gesammelten Spenden seien aufgebraucht. Nun, da sich die Coronalage in der Schweiz langsam beruhige, brauche es Solidarität.

«Wir müssen während der akuten Krise die Gesundheitsversorgung, Prävention und Grundversorgung in den am stärksten betroffenen Ländern unterstützen», wird GDK-Präsident Lukas Engelberger zitiert. Hilfe bräuchten vor allem die Ärmsten. «Obwohl Länder wie Indien oder Brasilien über relativ gute Gesundheitssysteme verfügen, haben gerade die ärmeren Bevölkerungsschichten keinen Zugang zu medizinischer Versorgung», erklärt Glückskette-Direktor Roland Thomann in der Mitteilung.

Viele Familien hätten auch wegen Schutzmassnahmen wie Lockdowns und den folgenden Wirtschaftseinbrüchen ihre Existenzgrundlage verloren, insbesondere in krisengeschüttelten Ländern wie Afghanistan, Bangladesch, Nepal, Haiti, Pakistan, Syrien oder Jemen. Auch in der Schweiz seien einzelne Bevölkerungsgruppen besonders stark von den Folgen der Pandemie betroffen. Hier habe die Glückskette bereits 40 der 43,5 Millionen Spendengelder für Sofort- und Sozialhilfe eingesetzt, so die Glückskette. Dabei seien 1,7 Millionen Menschen unterstützt worden. (wap)