Social-Media-Kampagne
Parlament will Kinder und Jugendliche besser vor Cybermobbing schützen

Eine nationale Social-Media-Kampagne soll Kinder und Jugendliche für Mobbing und Cybermobbing sensibilisieren. Das Parlament stimmte einer entsprechenden Motion zu.

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Das Parlament beauftragt den Bundesrat, eine Social-Media-Kampagne gegen Mobbing und Cybermobbing zu lancieren.

Das Parlament beauftragt den Bundesrat, eine Social-Media-Kampagne gegen Mobbing und Cybermobbing zu lancieren.

Keystone

Kinder und Jugendliche sollen besser vor Mobbing und Cybermobbing geschützt werden. Dazu soll der Bund eine nationale Social-Media-Kampagne lancieren. Der Fokus liegt auf den Täterinnen und Tätern sowie den Zuschauenden, um sie für die negativen Folgen ihres Verhaltens zu sensibilisieren – auch strafrechtliche. Dies ganz im Sinne einer Täterprävention. Der Ständerat hat am Montag eine entsprechende Motion angenommen. Er folgt damit dem Nationalrat. Auch der Bundesrat signalisierte Zustimmung.

Kommissionssprecherin Andrea Gmür-Schönenberger (Die Mitte/LU) erklärte, das Problem sei akut. «Die Kommission ist besorgt über die Zunahme von Fällen. Es besteht Handlungsbedarf», sagte sie. Eine Kampagne in den von Jungen genutzten Social-Media-Kanälen halte sie für zielführend.

Lanciert hatte die Motion Nationalrätin Yvonne Feri (SP/AG). Mobbing habe sowohl für Opfer als auch für Täterinnen und Täter negative Folgen, schrieb sie in ihrem Vorstoss. Während Täter oft Probleme in der Bildungslaufbahn und ein erhöhtes Risiko zum Suchtmittelmissbrauch hätten, litten Opfer unter psychischen und psychosomatischen Beschwerden. Es gelte, «die Kinder mit diesem gravierenden Problem nicht allein zu lassen». (abi)

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