Ski-WM St. Moritz
Nach Kollision mit Seilbahnkamera: Chef von PC-7-Team der Armee muss vor Gericht

Dem Teamleader der Kunstflugstaffel der Schweizer Luftwaffe wird im September in Aarau der Prozess gemacht. Es geht um den Überflug an der Ski-WM in St. Moritz als eine PC-7 eine Seilbahnkamera runterriss.

Drucken
Teilen
Ein paar Tage vor der Kollision mit einer Seilbahnkamera im Zielraum der Ski-WM 2017 trainierte die Kunstflugstaffel ebenfalls über St. Moritz.

Ein paar Tage vor der Kollision mit einer Seilbahnkamera im Zielraum der Ski-WM 2017 trainierte die Kunstflugstaffel ebenfalls über St. Moritz.

Keystone

Dem Teamleader wird fahrlässiger Missbrauch und Verschleuderung von Material, Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen, sowie vorsätzliche Nichtbefolgung von Dienstvorschriften vorgeworfen. Wie das Oberauditorat der Militärjustiz am Dienstag weiter mitteilte, ist der Prozess in Aarau auf zwei Tage angesetzt und soll am 16. September beginnen.

Hintergrund des Prozesses ist ein Vorfall vom 17. Februar 2017. Damals zertrennte der Flügel eines Flugzeugs der PC-7-Fliegerstaffel der Schweizer Luftwaffe bei einem Trainingsflug an der Ski-WM in St. Moritz das Zugseil einer Seilbahnkamera. Die Kamera von Fernsehen SRF fiel in den Zielraum. Es entstand ein erheblicher Schaden an der Kamerainstallation, dem Flugzeug und dem nahe gelegenen Sessellift. Verletzt wurde niemand. Das Verfahren gegen den Piloten ist bereits früher eingestellt worden. (sat)

Aktuelle Nachrichten