Sicherheit
Per Knopfdruck Fingerabdrücke in ganz Europa prüfen lassen

Die Schweiz kann künftig schneller Fingerabdrücke und DNA-Profile in ganz Europa abgleichen. Das Parlament hat grünes Licht gegeben für den Beitritt zum Prümer Abkommen.

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Bislang muss die Schweiz jedes Land via Interpol einzeln anfragen lassen, um Fingerabdrücke abzugleichen.

Bislang muss die Schweiz jedes Land via Interpol einzeln anfragen lassen, um Fingerabdrücke abzugleichen.

Keystone

Das Parlament möchte, dass die Schweizer Polizei einfacher an Informationen kommt. Nach dem Ständerat hat am Montag auch der Nationalrat ohne Gegenstimme beschlossen, dass die Schweiz das sogenannte Prümer Abkommen und das Eurodac-Protokoll umsetzen soll. Dadurch sollen die internationalen Abfragen erleichtert werden.

Mit einer einzigen Abfrage kann künftig ein automatisierter Abgleich der Datenbanken aller beteiligten EU-Länder ausgelöst werden. Heute muss via Interpol an jedes Land einzeln eine Abfrage gesendet werden. Dabei geht es etwa um DNA-Profile und Fingerabdrücke.

Dem Bundesrat geht es bei dieser freiwilligen Umsetzung darum, dass die Strafverfolgung einfacher, effizienter und schneller wird. Für das Projekt veranschlagt er Investitionen von 14,7 Millionen Franken. Gleichzeitig mit der Umsetzung der Prümer Zusammenarbeit wird auch das mit den Vereinigten Staaten von Amerika geschlossene PCSC-Abkommen in Kraft gesetzt. Dieses verfolgt dieselben Ziele. (mg/rwa)

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