Sicherheit
Luftverteidigung: Bundesrat stärkt internationale Kooperation

Die Schweiz spannt bei der bodengestützten Luftverteidigung enger mit befreundeten Staaten zusammen. Sie solle nicht die gleichen Fehler machen wie andere, hofft der Bundesrat.

Drucken
Teilen
Zwei Milliarden Franken kosten die fünf Feuereinheiten des US-Herstellers Raytheon.

Zwei Milliarden Franken kosten die fünf Feuereinheiten des US-Herstellers Raytheon.

Keystone

Für die Einsatzbereitschaft der Schweizer Armee ist es wichtig, dass ihre bodengestützten Luftverteidigungssysteme (Bodluv) auch mit anderen Streitkräften kompatibel sind. Dieser Ansicht ist der Bundesrat. Er hat am Freitag grünes Licht dafür gegeben, dass die Schweiz an einer internationalen Betreibergruppe teilnehmen kann, wie das Verteidigungsdepartement in einer Mitteilung schreibt.

Ziel sei der Austausch von Erfahrungen im Betrieb von bodengestützten Luftverteidigungssystemen, heisst es weiter. Aus Sicht des Bundesrates bietet die Zusammenarbeit aber auch die Chance, dass die Schweiz bei der Einführung des neuen Bodluv-Systems von Erfahrungen befreundeter Staaten und bereits bekannter Probleme profitieren kann.

Im Juni hatte der Bundesrat beschlossen, fünf Feuereinheiten des Typs Patriot des US-Herstellers Raytheon zu beschaffen. Kostenpunkt: 2 Milliarden Franken. Der Kredit muss noch vom Parlament abgesegnet werden.

In der Betreibergruppe haben sich mehrere Staaten zusammengeschlossen. Darunter finden sich Deutschland, Norwegen, Österreich, aber auch die USA und Grossbritannien. (rwa)

Aktuelle Nachrichten