Sicherheit
Ab nächstem Jahr kommt das Cyberbataillon in der Armee

Die Armee soll besser gewappnet sein vor Cyberangriffen. Aus diese Grund möchte der Bundesrat sie weiterentwickeln. Nun schafft er ein neues Cyberbataillon.

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Die Armee möchte die eigene Cyberabwehr verstärken. (Symbolbild)

Die Armee möchte die eigene Cyberabwehr verstärken. (Symbolbild)

Keystone

Bereits seit 2018 bietet die Armee jungen Talenten die Möglichkeit, im Rahmen ihrer militärischen Grundausbildung einen 40-wöchigen Cyber-Lehrgang zu absolvieren. Im Fokus hat sie dabei Informatiker mit Berufslehre oder angehende Informatik-Studierende. In Zukunft sollen diese mit anderen Spezialisten aus der Miliz im Cyberbataillon eingeteilt werden. Der Bundesrat hat am Mittwoch beschlossen, auf kommendes Jahr ein Cyberbataillon in der Milizarmee zu schaffen.

Die Herausforderungen in diesem Bereich würden immer komplexer, auch für die Armee, schreibt das Verteidigungsdepartement in einer Mitteilung. Mit dem neu geschaffenen Bataillon soll die Schweiz besser gewappnet sein. Das neue Cyberbataillon wird ein wichtiger Bestandteil des zukünftigen Kommandos Cyber sein, zu dem ab Anfang 2024 die heutige Führungsunterstützungsbasis (FUB) weiterentwickelt werden soll.

Anfang September hatte Verteidigungsministerin Viola Amherd die Pläne vorgestellt. Die Armee müsse ihre Informatiksysteme besser schützen, betonte sie vor den Medien. Mit dem Ausbau im Cyberbereich würde der Milizbestand von heute 206 auf 575 Armeeangehörige erhöht. Vorgesehen ist, dass die Cyber-Milizionäre auch Praktika bei externen Partnern absolvieren – etwa in Kraftwerken oder bei kantonalen Polizeikorps. (rwa)

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