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Parlament will bessere Bedingungen für Rettungseinsätze bei schlechtem Wetter

Das Low Flight Network (LFN) ermöglicht Rettungshelikoptern, unabhängig von der Wetterlage zu fliegen. Das Netzwerk soll nun auch vom Bund die nötige Unterstützung erhalten, fordert das Parlament.

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Der Nationalrat will die Bedingungen für Rettungseinsätze bei schlechtem Wetter stärken. (Symbolbild)

Der Nationalrat will die Bedingungen für Rettungseinsätze bei schlechtem Wetter stärken. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Die grosse Kammer hat am Donnerstag eine entsprechende Motion von Ständerat Josef Dittli (FDP/UR) stillschweigend angenommen. Bereits zugestimmt hat der Ständerat. Nun muss der Bundesrat die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen, um das Low Flight Network (LFN) fertig zu stellen sowie die dafür nötige Finanzierung zu regeln. Das Netzwerk wurde von der Rega und der Luftwaffe mit Unterstützung des Bundes und der Flugsicherung Skyguide etabliert.

Es ist ein nationales Luftstrassennetz für Helikopter, das auch bei schlechten Wetter- und Sichtverhältnissen überregionale Verbindungen in der Schweiz ermöglicht. Laut Motionär Dittli könnten mit den rechtlichen Grundlagen und mit geregelter Finanzierung rund 600 Personen bei schlechtem Wetter gerettet werden, die heute keine adäquate Hilfe erhielten.

Der Bundesrat lehnte das Ansinnen ab. Es sei aufgrund zahlreicher offener Fragen verfrüht, bereits heute einen Betrieb des LFN als nationale Infrastruktur und dessen Finanzierung durch die öffentliche Hand zu beschliessen, argumentiert er. Fragen zur Nutzung und Finanzierung des LFN würden derzeit bereits abgeklärt.