Rekordwert
12 Prozent mehr Todesfälle: Corona schlägt sich in Statistiken nieder

Im vergangenen Jahr sind in der Schweiz 76'200 Menschen gestorben. Damit erreicht die Zahl der Todesfälle einen neuen Rekordwert. Eine hohe Zunahme gab es vor allem während der zweiten Welle.

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Wegen der Coronapandemie starben im letzten Jahr deutlich mehr Menschen in der Schweiz. (Symbolbild)

Wegen der Coronapandemie starben im letzten Jahr deutlich mehr Menschen in der Schweiz. (Symbolbild)

Keystone

Verzeichnete die Schweiz 2019 noch 67'780 Todesfälle, waren es im Coronajahr 76'200. Das ist ein Anstieg von 12,4 Prozent, wie aus neuen Zahlen hervorgeht, die das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag veröffentlicht hat. Die Statistiker beobachteten zwei Sterbewellen.

In den Monaten März und April starben rund 1700 Menschen mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum (+14 Prozent). Noch deutlicher fällt die Zunahme im Herbst ins Auge. Von Oktober bis Dezember registrierte das BFS 7800 zusätzliche Todesfälle. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 45 Prozent.

Generell nahm die Zahl der Todesfälle bei Männern stärker zu als bei Frauen. 13,7 Prozent standen hier 9,3 Prozent gegenüber. Noch höher lagen die Werte bei der ausländischen Bevölkerung (+22,8 respektive +20,4 Prozent). Mit mehr als zehn Todesfällen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner traf es die Kantone Tessin, Jura, Basel-Stadt, Glarus, Neuenburg und Schaffhausen am härtesten. Die tiefste Sterbeziffer wies Zug mit sieben Promille auf. Der gesamtschweizerische Schnitt liegt bei 9 von 1000 Todesfällen. (rwa)