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Renitente Asylbewerber müssen wieder in den Neuenburger Jura

Asylbewerber, die die öffentliche Sicherheit oder die Sicherheit in den Asylzentren des Bundes gefährden, werden wieder in ein besonderes Zentrum im Neuenburger Jura überführt.

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Bundesasylzentrum: Personen, die den Betrieb stören, sollen wieder in ein besonderes Asylzentrum verlegt werden.

Bundesasylzentrum: Personen, die den Betrieb stören, sollen wieder in ein besonderes Asylzentrum verlegt werden.

Keystone

(wap) Das besondere Bundesasylzentrum in Les Verrières war 2019 wegen Unterbelegung geschlossen worden. Nun wird es wieder eröffnet, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Dienstag mitteilte. Grund dafür sind Probleme mit Asylbewerbern, die «den ordentlichen Betrieb und das Zusammenleben in den Bundesasylzentren stören und durch ihr Verhalten auch die öffentliche Sicherheit und Ordnung beeinträchtigen», wie es in der Mitteilung heisst.

Im «besonderen Zentrum» gebe es mehr Sicherheitspersonal und strengere Ausgangsregeln. Bewohnt werde es nur von erwachsenen Männern, so das SEM. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe kritisierte den Entscheid umgehend. Es brauche kein besonderes Zentrum für Personen, die sich und andere gefährdeten, vielmehr müsse das Personal in Gewaltprävention geschult werden. Auch die Psychiatrie könne dabei zum Einsatz kommen.

Unmittelbar fordert die Flüchtlingshilfe, dass der Aufenthalt auf 14 Tage beschränkt und der Zugang zur Rechtsvertretung immer gewährleistet sei.