Qualitätskontrollen im Gesundheitswesen: Betroffene können sich äussern

Der Bundesrat schickt mehrere Änderungen am Krankenversicherungsgesetz in die Vernehmlassung. Betroffene können sich unter anderem zu umstrittenen Qualitätskontrollen im Gesundheitswesen äussern.

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Soll überwacht werden: Qualität bei Behandlungen in Spitälern. (Symbolbild)

Soll überwacht werden: Qualität bei Behandlungen in Spitälern. (Symbolbild)

Keystone

(sat) Neu ins Krankenversicherungsgesetz und in die dazugehörige Verordnung aufgenommen werden sollen laut einer Mitteilung des Bundesrats vom Freitag auch Qualitätsverträge zwischen den Krankenkassen- und Spitalverbänden. Die freiberuflich arbeitenden Ärzte hat das Parlament jedoch davon ausgenommen, weil sich National- und Ständerat dazu letztes Jahr nicht einigen konnten.

Beschlossen hat das Parlament dafür eine Eidgenössische Qualitätskomission. Diese vom Bundesrat eingesetzte Expertenkommission soll Standards und Abläufe definieren, um Fehler bei medizinischen Behandlungen auszumerzen. Über Kontrollen und Sanktionen verspricht sich die Politik Verbesserungen. Denn bislang fehlen zur Behandlungsqualität in der Schweiz wichtige Informationen.

Die Versorgungsqualität stellt laut Bundesrat eine grosse Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar. Wie er in seiner Mitteilung vom Freitag schreibt, tritt bei rund 10 Prozent der Patientinnen und Patienten während einer medizinischen Behandlung ein unerwünschtes Ereignis auf. Dabei könnte etwa die Hälfte dieser Ereignisse verhindert werden.

Die Änderungen am Krankenversicherungsgesetz sollen voraussichtlich 2021 in Kraft treten.