Projekte im Verzug
Funk- und Kommunikationssystem: Verzögerungen beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) meldet bei zwei wichtigen Kommunikationsprojekten Verzögerungen. Jetzt soll das Tempo angezogen werden.

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Zwei Projekte des Bundesamts für Bevölkerungsschutz verzögern sich. (Symbolbild)

Zwei Projekte des Bundesamts für Bevölkerungsschutz verzögern sich. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Das Babs erneuert zurzeit das Sicherheitsfunksystem Polycom, das die Kommunikation innerhalb und zwischen den Organisationen für Rettung und Sicherheit ermöglicht. Dazu gehören unter anderem Polizei und Feuerwehr, sowie die Grenzwacht und Sanitätsdienste. Im Projekt für den Werterhalt von Polycom kommt es aber nun zu Verzögerungen, wie das Babs am Dienstag mitteilte.

Probleme gibt es laut Mitteilung bei der laufenden Einbettung der Funksystemkomponenten in die kantonalen Netzumgebungen. Dieser Schritt setze spezifisches Fachwissen voraus. Auf Seiten der mit dem Projekt beauftragten Atos Schweiz AG habe sich herausgestellt, dass es komplexer ist als angenommen, dieses Wissen aufzubauen.

Auch Projekt für sichere Kommunikation im Katastrophenfall verzögert

Damit der Zeitplan eingehalten werden kann, hat das Babs die Zusammenarbeit mit Atos seit Anfang Jahr intensiviert. Die Firma habe zudem angekündigt, die Projektorganisation mit weiteren Fachspezialisten zu verstärken.

Ebenfalls Verzögerungen gibt es laut dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz bei der Einführung des neuen nationalen sicheren Datenverbundsystems (SDVS). Dieses soll im Falle einer Katastrophe die Kommunikation und den Datenaustausch zwischen den Partnern im Bevölkerungsschutz sicherstellen. Aufgrund der grossen technischen Komplexität werde das SDVS neu in drei Projekte unterteilt, wie das Babs schreibt. So sei es möglich, sich auf die dringenden und umsetzungsreifen Projektschritte zu konzentrieren.