Projekt
Ständerat gibt grünes Licht für unterirdischen Gütertransport

Bald schon sollen zahlreiche Güter unterirdisch durch die Schweiz geschickt werden können. Der Ständerat hat den rechtlichen Rahmen für das Projekt Cargo sous terrain bewilligt.

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So sollen dereinst die Wagen von Cargo sous terrain aussehen. Das Streckennetz soll 500 Kilometer umfassen.

So sollen dereinst die Wagen von Cargo sous terrain aussehen. Das Streckennetz soll 500 Kilometer umfassen.

Keystone

Der Ständerat gibt dem Projekt Cargo sous terrain Starthilfe. Ohne Gegenstimme hiess er am Dienstag ein Gesetz dafür gut. Das Bundesgesetz bildet den rechtlichen Rahmen für das Vorhaben der Aktiengesellschaft Cargo sous terrain (CST). Diese will bis 2045 ein unterirdisches Transportnetz für kleinteilige Güter schaffen. Hans Wicki (FDP/NW) lobte namens der Kommission das «visionäre Vorhaben» der Initianten. Bundesrätin Simonetta Sommaruga ist überzeugt, dass dieses Projekt «zum Fliegen» gebracht werden kann.

Das Konzept von Cargo sous terrain sieht einen unterirdischen dreispurigen Tunnel zwischen wichtigen Logistikzentren im Mittelland und in der Nordwestschweiz vor, der rund um die Uhr in Betrieb ist. Darin sollen Güter mit rund 30 Kilometern pro Stunde transportiert und an Zugangsstellen vollautomatisch mit Liften ins System eingespeist oder entnommen werden. Der Vollausbau soll ein Netz von 500 Kilometern umfassen, die Kosten werden auf 30 bis 35 Milliarden Franken geschätzt. Der Bund wird sich nicht an der Finanzierung beteiligen, dafür aber bei der Koordination helfen und den gesetzlichen Rahmen schaffen. Diese Arbeiten sollen aber auch für andere Anbieter nutzbar sein.

Der Ständerat hat gegenüber dem bundesrätlichen Vorschlag einige kleinere Korrekturen angebracht. Das Geschäft geht nun an den Nationalrat. (mg/agl)