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Wegen «Päckliflut»: Post investiert 1,2 Milliarden Franken

Die Post will bis 2030 rund 1,2 Milliarden Franken in neue regionale Paketzentren investieren. Vier sind bereits realisiert, fünf weitere nehmen Gestalt an.

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Die Post verarbeitet täglich so viele Pakete wie sonst in der Vorweihnachtszeit. (Symbolbild)

Die Post verarbeitet täglich so viele Pakete wie sonst in der Vorweihnachtszeit. (Symbolbild)

Keystone

Die Coronapandemie wirkt sich auf das Einkaufsverhalten der Schweizer Bevölkerung aus: Der Online-Handel floriert und damit auch die Paketmengen, welche die Post täglich verarbeiten muss. 2020 passierten über 191 Millionen Pakete die Sortieranlagen – 23 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Die Zahl der Pakete schwankt momentan zwischen 750'000 und 950'000 Sendungen pro Tag, wie die Post am Donnerstag mitteilte. Das seien so viele, wie sonst in der Vorweihnachtszeit. Gleichzeitig sank das Briefvolumen seit 2002 um über 40 Prozent.

Die Post reagiert darauf und will bis 2030 rund 1,2 Milliarden Franken in 15 neue regionale Paketzentren investieren und so die Sortierkapazitäten verdoppeln. Weitere Vorteile seien kürzere Verarbeitungsfenster und Transportwege. In Cadenazzo (TI), Vétroz (VS), Ostermundigen (BE) und Untervaz (GR) haben solche Zentren bereits ihren Betrieb aufgenommen. Baugesuche für weitere Zentren in Utzensdorf (BE), Buchs (AG), Pratteln (BL), Rümlang (ZH) und Härkingen (SO) sind entweder geplant oder bereits im Bewilligungsprozess.

In Härkingen beispielsweise nutzt die Post frei gewordene Flächen im nationalen Briefsortierzentrum und baut eine Paketsortierungsanlage. Ab Frühjahr 2013 sollen dort täglich bis zu 162'000 Pakete und 5000 Sperrgutsendungen sortiert werden. (abi)