Point de Presse
Masserey: Entspannung der Lage bedeutet eine «Atempause» für die Schweiz

Die Coronalage in der Schweiz scheint sich derzeit zu entspannen. Um eine Überlastung der Spitäler im Winter zu vermeiden, braucht es laut dem Bundesamt für Gesundheit aber ein höheres Impftempo.

Drucken
Teilen
Laut Virginie Masserey vom BAG geht die Schweizer Impfkampagne im Moment zu langsam voran. (Archivbild)

Laut Virginie Masserey vom BAG geht die Schweizer Impfkampagne im Moment zu langsam voran. (Archivbild)

Keystone

Die epidemiologische Situation verbessere sich weiterhin, sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag vor den Medien. Neben den Infektionszahlen seien auch die Spitaleinweisungen und die Intensivbelegung rückläufig. Masserey spricht von einer «Atempause» für die Schweiz. «Wir sollten sie nutzen, um die Immunitätsrate zu erhöhen.»

Denn laut der BAG-Expertin hinkt die Schweiz beim Impfen immer noch hinterher. «Aktuell sind wir zu langsam, um bis im Winter die nötige Impfrate zu erreichen», so Masserey. Es werde noch viele Anstrengungen brauchen, um an diesen Punkt zu kommen.

Hausärzte als wichtige Beratungspersonen

Verschiedene Expertinnen aus dem Gesundheitsbereich wiesen am Dienstag vor den Medien ebenfalls erneut auf die Bedeutung der Impfung hin. «Wir sind überzeugt, dass die Impfung der einzige Ausweg aus der Krise ist», sagte Philippe Luchsinger, Präsident der Schweizer Haus- und Kinderärzte. Deren Rolle bestehe aktuell darin, unsichere oder ängstliche Patientinnen zu beraten und zu begleiten.

Auch für Hélène Caume Gonçalves vom Waadtländer Kantonsarztamt sind die medizinischen Ansprechpersonen jetzt besonders relevant. «Es ist wichtig, dass diejenigen, die jetzt noch Fragen haben, sich an uns wenden», sagte sie. Ein weiterer Schlüssel bestehe darin, die Impfungen besser zugänglich zu machen, beispielsweise über Apotheken oder Impfmobile. (agl)

Aktuelle Nachrichten