Pandemiebekämpfung
Impfaktion: Schweizerisches Rotes Kreuz sammelt Geld für ärmste Länder

Nicht alle Länder haben gleich guten Zugang zu den Corona-Impfstoffen. Jedoch sollen auch ärmere Länder mehr Impfstoff erhalten. Dies fordert das Schweizerische Rote Kreuz (SRK).

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Nicht alle Länder haben Zugang zu Impfstoffen. Das Schweizerische Rote Kreuz fordert mehr Solidarität auch für arme Länder.

Nicht alle Länder haben Zugang zu Impfstoffen. Das Schweizerische Rote Kreuz fordert mehr Solidarität auch für arme Länder.

Keystone

Bis zum 6. Juni 2021 wurden laut Bloomberg weltweit mehr als 2,12 Milliarden Impfdosen gegen das Corona-Virus verabreicht. Auf China entfielen davon mit rund 763 Millionen am meisten Impfdosen. Viele afrikanische Länder oder auch zum Beispiel Nepal bekommen weit weniger Impfstoff. Am Montag rief das Schweizerische Rote Kreuz in einer Mitteilung zu mehr Solidarität auf und lanciert eine Spendenaktion. In dem Schreiben heisst es, dass die Impfrate der 50 reichsten Länder der Welt 27 Mal höher sei als in den 50 ärmsten Ländern.

Laut dem SRK ist nun ein globaler Effort nötig. Es sollen alle Menschen fairen Zugang zu Impfstoff, Medikamenten und Testmaterial haben. Das Rote Kreuz fordert konkret, dass der Impfstoff gerecht verteilt werde und dass die ärmsten Länder bei der Umsetzung von Impfkampagnen unterstützt würden. Nur mit grenzüberschreitender Solidarität und Engagement aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft könne das Virus wirksam bekämpft werden.

Die Bekämpfung des Virus in ärmeren Ländern sei auch ein Gebot der Vernunft, heisst es weiter. Auch wenn sich in der Schweiz dank steigendem Impfschutz die Lage etwas normalisiert habe, sei die Gefahr angesichts von Mutanten noch nicht gebannt. (keg)