Pandemie
Zertifikatspflicht für Besucher: Spitäler machen ernst

Der Bundesrat zögert noch damit, die Zertifikatspflicht auszuweiten. Nicht länger warten mögen manche Spitäler. Besucher müssen geimpft, genesen oder zumindest getestet sein.

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Immer öfters wird in Spitälern von Besuchern ein gültiges Covid-Zertifikat verlangt.

Immer öfters wird in Spitälern von Besuchern ein gültiges Covid-Zertifikat verlangt.

Keystone

Das Unispital Basel hat bereits vor zwei Wochen entschieden, den Zugang zum Spital einzuschränken. Nun zieht mit dem Stadtspital Zürich ein weiteres grosses Spital nach. Ab morgen Samstag gilt für Besucherinnen und Besucher die Zertifikatspflicht, wie das Spital am Freitag bekannt gab.

Die angespannte Situation habe den Krisenstab zu diesem Schritt bewogen, heisst es weiter. Die Massnahme diene dem Schutz der Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitenden. Betroffen sind die Standorte Waid, Triemli und die Maternité Triemli.

Rein darf dort nur noch, wer über ein gültiges Zertifikat verfügt, also geimpft, genesen oder getestet ist. Andernfalls muss vor Ort ein Coronatest gemacht werden. Nicht zum Besuch zugelassen sind Kinder unter zwölf Jahren. Eine Ausnahme macht das Spital bei engen Familienmitgliedern wie einem Elternteil. In diesem Fall kommt das Kind jedoch nicht um einen negativen Test herum.

Weiterhin gilt: Pro Patient sind maximal zwei Besucherinnen oder Besucher pro Tag erlaubt. Zudem gilt während des ganzen Besuchs eine Maskenpflicht.

Faktisches Besuchsverbot in Privatspital

Noch einen Schritt weiter geht etwa die Hirslanden Klinik am Rosenberg in Heiden (AR). Das Privatspital hat bereits letzte Woche beschlossen, Patientenbesuche bis auf weiteres nicht mehr zuzulassen. Ausnahmen sind möglich, etwa für Eltern von Minderjährigen im stationären Aufenthalt und Bezugspersonen zur 1-zu-1-Betreuung bei dementen Patienten oder bei Menschen mit Behinderung oder Sprachbarrieren, wie das Spital in einer Mitteilung schreibt. (rwa)

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