Pandemie
Härtetest für Covid-Zertifikat: Bund legt Quellcode offen

Eine Woche vor der schrittweisen Einführung der Covid-Zertifikate legt der Bund den Quellcode offen. So sollen mögliche Sicherheitslücken noch rechtzeitig entdeckt und geschlossen werden.

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Wer geimpft ist, soll ab dem 7. Juni ein Covid-Zertifikat beantragen können. Bis dahin sollen noch Sicherheitslücken ausgemerzt werden.

Wer geimpft ist, soll ab dem 7. Juni ein Covid-Zertifikat beantragen können. Bis dahin sollen noch Sicherheitslücken ausgemerzt werden.

Keystone

(gb) Das Covid-Zertifikat soll geimpften, genesenen und getesteten Personen den Sommer versüssen: Sie dürfen damit reisen und an Grossveranstaltungen gehen. Bis am 7. Juni will der Bund die ersten Zertifikate ausstellen. Eine Woche zuvor legt er nun den Quellcode des Zertifikats offen und unterzieht die Technologie einem «Public Security Test», wie er in einer Mitteilung vom Montag schreibt.

Das bedeutet, dass Fachleute und interessierte Personen den Code nun auf Sicherheitslücken testen können. Die festgestellten Mängel sollen aufgenommen und laufend in die weitere Entwicklung einfliessen, heisst es weiter. Zuständig dafür ist das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC). Es wird ab Montag erste Testergebnisse entgegennehmen und je nach Schwere der Mängel Anpassungen veranlassen.

Weiter heisst es, der Bundesrat werde voraussichtlich am Freitag über die Einführung des Zertifikats informieren. Spätestens dann sollte also klar sein, ob es mit dem Start am 7. Juni klappt. Die Kantone rechnen nämlich mit Verspätungen, wie sie letzte Woche im Rahmen der Vernehmlassungen bekannt gaben. Ausserdem befürchten sie, dass das Ausstellen der Zertifikate einen hohen administrativen Aufwand verursachen wird.