Pandemie
Covid-Medikament: Bund unterzeichnet Vertrag mit schwedischem Konzern

Der Bund hat einen weiteren Vertrag für Medikamente gegen das Coronavirus abgeschlossen. Die Vereinbarung mit dem schwedischen Konzern sieht die Lieferung von 43'000 Antikörper-Dosen vor. Bereits Mitte Juni können erste Risikopatienten damit behandelt werden.

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Der Konzern Eli Lilly hat auch in den USA am neuen Medikament gegen das Coronavirus geforscht.

Der Konzern Eli Lilly hat auch in den USA am neuen Medikament gegen das Coronavirus geforscht.

Keystone

Bereits im April hatte die Schweiz einen ersten Deal mit Roche abgeschlossen. Nun hat der Bund mit dem Unternehmen Eli Lilly einen Vertrag zur Beschaffung monoklonaler Antikörper unterzeichnet, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag bekanntgab.

Erste Lieferungen werden gemäss BAG für Mitte Juni erwartet. Insgesamt hat der Bund 43'000 Dosen bestellt. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Für Risikopatienten bestimmt

Das Medikament wird bei Coronapatienten mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf eingesetzt. Der Bund übernimmt die Kosten der Behandlungen, solange sie noch nicht von der obligatorischen Krankenversicherung vergütet werden. Die ersten Behandlungen werden ab Mitte Juni für bestimmte Risikopatientinnen und -patienten verfügbar sein.

Zwar sind diese Medikamente noch nicht zugelassen, können aber gestützt auf die geltende Covid-Verordnung bereits während des laufenden Zulassungsverfahrens angewendet werden. Klinische Studien von Eli Lilly and Company hätten gezeigt, dass diese Behandlungen einen wirksamen Schutz gegen schwere Formen der Krankheit böten, heisst es weiter. (rwa)