Pandemie
1000 statt 300 Menschen: Kommission fordert grössere Freiluftevents

Der Bundesrat hat für Ende Mai Lockerungsschritte in Aussicht gestellt. Einmal mehr reicht das der nationalrätlichen Gesundheitskommission nicht. Unterstützung erhält der Bundesrat dagegen beim Covid-Zertifikat.

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Solche Grossveranstaltungen wird es wohl erst im Sommer geben. Die zuständige Kommission des Nationalrates möchte die Obergrenze jedoch weiter hoch setzen als der Bundesrat. (Symbolbild)

Solche Grossveranstaltungen wird es wohl erst im Sommer geben. Die zuständige Kommission des Nationalrates möchte die Obergrenze jedoch weiter hoch setzen als der Bundesrat. (Symbolbild)

Keystone

Die Kommission empfiehlt der Landesregierung in einem Schreiben, bei Veranstaltungen draussen bis zu 1000 Personen zuzulassen. Der Bundesrat schlägt eine Obergrenze von 300 Menschen vor. Definitiv befinden wird er nächsten Mittwoch. Der Entscheid in der Kommission fiel mit 14 zu 5 Stimmen bei 5 Enthaltungen deutlich aus, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Trotz Öffnungsschritte verbessere sich die epidemiologische Lage in der Schweiz. Zudem schreite auch die Impfkampagne gut voran, argumentiert die Gesundheitskommission.

Kontrovers beurteilte sie auch die Auswirkungen des Covid-Zertifikats, mit dem sich Geimpfte, Genesene sowie Getestete ausweisen können sollen. In diesem Zusammenhang seien diverse Themen zur Sprache gekommen – wie der Einsatz des Zertifikats in der Gastronomie, der Reisebranche oder bei Grossveranstaltungen. Die Pläne des Bundesrates werden von der Kommission jedoch «mehrheitlich unterstützt». Auch stellt sich diese hinter die Absicht, dass es Restaurants und Bars überlassen bleibt, ob sie das Zertifikat anstelle von Schutzkonzepten einsetzen. (rwa)