Omikron
«Fernunterricht nur im alleräussersten Fall»: Oberste Lehrerin will mehr Tests

Trotz der anhaltenden Ungewissheit über die Auswirkungen der Omikron-Variante ist am Montag in vielen Kantonen Schulbeginn. Die Lehrerschaft wünscht sich, dass der Bund übernimmt.

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Dagmar Rösler ist Präsidentin des Schweizerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes.

Dagmar Rösler ist Präsidentin des Schweizerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes.

Keystone

Nur wenige Kantone hätten den Schulstart verschoben, um vorgängig Tests durchzuführen und so sicherzustellen, dass keine infizierten Kinder in die Klassen kommen. Dies sagte Dagmar Rösler, Präsidentin des Schweizerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, in einem am Donnerstag gesendeten Interview mit Radio SRF. Ihr Verband fordere seit Beginn der Pandemie ein einheitliches Testregime und habe diese Forderung Mitte Dezember noch einmal bekräftigt, sagte Rösler. Es brauche nun dringend eine Koordination auf Bundesebene.

Schulschliessungen wie im Frühling 2020 seien zu vermeiden, sagte Rösler weiter und verwies auf die negativen Erfahrungen mit Fernunterricht. «Wir haben erkannt, dass ein relativ grosser Anteil von Kindern zu Hause keine Unterstützung erhalten hat.» Auch sei es für erwerbstätige Eltern schwierig, wenn die Kinder plötzlich zu Hause seien. Schulschliessungen dürften deshalb nur für eine kurze Zeitdauer und nur im «alleräussersten Fall» angeordnet werden, so Rösler. (wap)

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