Offener Brief
Bürgerliche und Verbände erhöhen Druck auf Bundesrat beim Testen und Impfen

In einem offenen Brief fordern bürgerliche Parlamentsmitglieder sowie Wirtschafts- und Gewerbeverbände ein rasches Handeln vom Bundesrat beim Testen und Impfen.

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In einem offenen Brief fordern Ratsmitglieder sowie verschiedene Wirtschaftsverbände ein Konzept für Massentests bis Ende März.

In einem offenen Brief fordern Ratsmitglieder sowie verschiedene Wirtschaftsverbände ein Konzept für Massentests bis Ende März.

Keystone

(gb) Der Bundesrat soll vorwärts machen beim Testen, Impfen, dem Impfpass sowie der Versorgungssicherheit. Das ist die Hauptaussage eines offenen Briefs vom Sonntag, den rund ein Dutzend bürgerliche Parlamentarierinnen und Parlamentarier sowie Vertreter verschiedener Verbände, unter anderem von Economiesuisse, Hotellerie Suisse, Gastrosuisse, der Swiss Retail Federation und dem Gewerbeverband unterschrieben haben.

Die Unterzeichner sehen auch nach der Frühjahrssession des Parlaments noch viel Handlungsbedarf bei der Bekämpfung der Pandemie. So müsse der Bundesrat alles unternehmen, um sein Impfziel bis Ende Juni zu erreichen. Der Impfass, den das Parlament beschlossen hat, soll bis spätestens Anfang Juni schweizweit verfügbar sein. Bei den Gratistests fehle es zudem an einem Konzept. Ein solches soll der Bundesrat bis Ende März vorlegen. Auch punkto Versorgungssicherheit drängen die Unterzeichner auf ein rascheres Handeln.

Massentests: Kantone und Unternehmen haben es nicht pressant

Zumindest was die angekündigte Testoffensive angeht, könnte der Brief einen wunden Punkt treffen: Wie einem Artikel der aktuellen «SonntagsZeitung» zu entnehmen ist, sind viele Kantone und Unternehmen derzeit noch zurückhaltend. Waadt, Freiburg, Wallis, Solothurn, Luzern und Schwyz gaben an, erst in den nächsten Wochen über Massentests zu entscheiden. Und selbst bundesnahe Betriebe wie die SBB und Post wollen vorerst auf Massentests verzichten.

In die Pflicht nehmen können sich die Parlamentarierinnen und Parlamentarier jedoch auch selbst. Bei der Frühjahrssession hat ungefähr ein Drittel der 246 Ratsmitglieder auf einen freiwilligen Gratis-Tests verzichtet.