«Niemand hat ein Interesse daran, dass Zürich zum Risikogebiet erklärt wird»: Corinne Mauch will, dass Kanton handelt

Die Corona-Massnahmen im Kanton Zürich reichten nicht aus, sagt die Zürcher Stadtpräsidentin Corinne Mauch in der «NZZ am Sonntag». Die Dinge könnten innert Tagen aus dem Ruder laufen.

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Corinne Mauch fordert in einem Interview, dass die Kantonsregierung rasch neue Massnahmen gegen das Coronavirus ergreift.

Corinne Mauch fordert in einem Interview, dass die Kantonsregierung rasch neue Massnahmen gegen das Coronavirus ergreift.

Severin Bigler

(wap) Der Zürcher Stadtrat macht politischen Druck auf die Kantonsregierung: In einem am Sonntag erschienenen Interview mit der «NZZ am Sonntag» spricht Stadtpräsidentin Corinne Mauch von einer «besorgniserregenden Lage» in Zürich. Der Stadtrat sei der Meinung, dass die Massnahmen im Kanton Zürich nicht ausreichend seien. Es bestehe die Gefahr, dass die Dinge innert weniger Tage aus dem Ruder laufen würden. Dies hätte schwere Konsequenzen für die Wirtschaft. «Niemand hat ein Interesse daran, dass Zürich zum Risikogebiet erklärt wird», sagt Mauch.

Mauch fordert konkret eine Ausweitung der Maskenpflicht auf öffentliche Gebäude und Läden. Die Maskenpflicht habe eine wichtige symbolische Wirkung. Kein Thema mehr sind Clubschliessungen, wie sie die Stadt im Juni forderte. Die Clubs seien mittlerweile sehr diszipliniert, so Corinne Mauch: «Die Ereignisse waren ein Warnschuss».

Der Stadtrat stehe in Kontakt mit der Kantonsregierung und habe seine Forderungen deponiert, so Mauch. Ein Alleingang der Stadt sei aber nicht möglich. «Wir sind nun in den Sonderstab des Kantons eingebunden». Auf dieser Ebene mache man sich für einheitliche und einfache präventive Schutzmassnahmen stark.

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