«Nicht nachvollziehbar»: St.Galler Regierung kritisiert Ausstiegsstrategie des Bundesrates

Die Regierung des Kantons St.Gallen unterstützt zwar die angekündigte Ausstiegsstrategie des Bundesrates, fordert aber eine schnellere Lockerung.

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Der St.Galler Regierungsrat fordert eine schnellere Umsetzung der Lockerungsmassnahmen.

Der St.Galler Regierungsrat fordert eine schnellere Umsetzung der Lockerungsmassnahmen.

Bild: Benjamin Manser

(pd/nat/rwa) Die von der Landesregierung festgelegte Reihenfolge der Lockerungen sei nicht stringent und der wirtschaftliche Nutzen nur schwer zu erreichen, teilte St.Galler Staatskanzlei am Dienstag mit. Es sei für die Regierung nicht nachvollziehbar, dass Museen, Bibliotheken und Zoos erst im Juni öffnen sollen, obwohl in diesen Einrichtungen die Durchsetzung der Distanzregeln gut gewährleistet werden könne.

Durch die Aufhebung der Sortimentsbeschränkungen in Lebensmittelläden ab dem 27. April entsteht aus Sicht der Regierung eine nicht vertretbare Wettbewerbsverzerrung zu Lasten des Detailhandels. Verschiedene Branchen hätten mit selbst erarbeiteten Konzepten bereits aufgezeigt, wie sich die Öffnung gesundheitspolitisch korrekt umsetzen lasse.

Die Regierung hält deshalb an ihrer Forderung fest, dass öffentlich zugängliche Einrichtungen, Geschäfte und Läden, welche die Hygienevorschriften einhalten, ab nächster Woche wieder geöffnet werden können. Im Fokus sollte nicht das Sortiment stehen, sondern die Möglichkeit, Hygiene- und Abstandsvorschriften einzuhalten.

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