Neue Zahlen
Corona-Unterstützung führt zu weniger Schlichtungsverfahren im Miet- und Pachtwesen

Die Schlichtungsbehörden hatten im ersten Halbjahr 2021 deutlich weniger mit Mietstreitigkeiten zu tun. Der Bund führt das unter anderem auf die Corona-Hilfen zurück.

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Die Anzahl Mietstreitigkeiten war im ersten Halbjahr dieses Jahres rückläufig.

Die Anzahl Mietstreitigkeiten war im ersten Halbjahr dieses Jahres rückläufig.

Keystone

Insgesamt wurden von Januar bis Juni 12'087 neue Schlichtungsverfahren im Miet- und Pachtwesen eingeleitet. Das sind etwa zehn Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2020. Dies sei bemerkenswert, da sich gemäss eines Monitoringberichts der Anteil der Unternehmen, denen das Bezahlen des Mietzinses Probleme bereitet, vervierfacht habe, schreibt das Bundesamt für Wohnungswesen in einer Mitteilung vom Donnerstag. Den Rückgang führt das Bundesamt auf die staatlichen Unterstützungsmassnahmen in der Pandemie zurück.

Zusammen mit Pendenzen des Vorsemesters hatten die kantonalen Behörden im ersten Halbjahr 2021 insgesamt 19'626 Verfahren zu behandeln. Die häufigsten Gründe dafür waren Zahlungsforderungen und ordentliche Vertragskündigungen. In 54 Prozent der Fälle gab es eine Einigung zwischen den Parteien. Rund 3000 Fälle wurden durch Rückzug oder Überweisung an ein Schiedsgericht erledigt, in 2240 Fällen gab es keine Einigung. Insgesamt stieg die Anzahl der erledigten Fälle um 5,4 Prozent. (agl)

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